Power, wir brauchen mehr Power!

Da wir ja beim Duell gegen das Quad nicht ganz so glorreich waren haben wir uns überlegt wie noch mehr Leistung aus unserem Motor zu holen ist. Ein Ansatz der uns Doktoren der Motorrevision im Kopf schwirrte war ne andere Nockenwelle. Also einfach längere Ventilöffnungszeiten und somit mehr Füllung, wovon wir uns noch mehr Leistung versprechen. Tunignockenwellen gibt´s ja zuhauf, aber allesamt für ordentliches Geld. Soviel soll unser Hobby aber nicht kosten und wir haben wie immer ein bißchen gelesen, uns schlau gefragt und sind zum Entschluß gekommen einfach mal ne Dieselnockenwelle rein zu schrauben. So eine hatte Frank noch rum liegen, sah nicht ganz so schön aus, aber Sie hat sich´s auch nur unter einer kleinen Oxidschicht gemütlich gemacht.

 

Also mal fix ne Drahtbürste an den Start, die Welle blank gemacht und eingebaut, das letzte Bild zeigt deutlich was Deutsche Ingenieure drauf haben, an dieser Stelle also einen schönen Gruß nach Italien zu den Komikern von Alfa. Nix mit Nockenwellenböcken zum fest setzen und danach läuft es trotzdem noch nicht. Einfach ne Kerbe drin wo ein guter Maulschlüssel rein passt, Welle blockieren, Zahnrad und Riemen drauf und schon ist fertig. 😉

Wenn´s jetzt noch passen würde wäre es ne einfach und schnelle Maßnahme. Die betonung liegt auf wen. Leider sind die Nocken der Dieselwelle so dick ausgebildet das sich die Ventile vom Benziner nicht mehr schliessen. Ergo haben wir so lange Öffnungszeiten das wir nur noch Füllung haben aber keine Verdichtung, Zündung und Abgasentsorgung und somit keinen Motorlauf. 🙁 Wäre aber auch zu einfach gewesen.

Was jetzt kommt spielt uns Gevatter Zufall wieder in die Karten. Frank sein Schwager hat gerade einen BMW 318is Coupe zur Dispsition und wir können den Motor haben. Also nen M42B18 Motor. 1.8er 16V mit geschmeidigen 140 PS. Der Wagen steht auch schon auf Frank´s Hof und ein Video beim abladen ist ebenfalls entstanden. 😉

Das dem Motor einige Sportgene beiliegen entnehmen wir diesen Fotos, wir schauen mal was sich daraus machen läßt.

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Vorm Spachteln drücken

Machen wir keinen Hehl draus – ich hasse Spachteln. Und Schleifen hasse ich noch viel mehr. Also hab ich mir ne andere Baustelle vorgenommen. Die Bremsleitungen. Die alten waren Murks und sind rausgeflogen. Ich hatte sie noch nicht weggeworfen, weil ich sie als Schablone für die neuen nehmen wollte. Bremsleitungen hatte ich mir als Meterware auf Rolle besorgt. Außerdem ne Tüte voll Verschraubungen.

Das Bremsleitungsbördelgerät hatte so seine Tücken – obwohl es eins von Hazet ist. Die erste Bördelung ging in die Hose, die zweite sah gut aus, aber ich hatte die Überwurfmutter vergessen. Hmpf. Irgendwann hatte ich den Dreh raus und das Bördeln ging gut von der Hand.

Die Leitungen dann den alten enstprechend gebogen und unters Auto gebaut.

Sieht für den Anfang schon ganz gut aus. Zu mehr hab ich kein Bock. Feierabend.

Keine Tür zu kriegen…

Ich hab ne Weile bei eBay geschaut und versucht, ne Golf 1 Tür zu bekommen. Günstig geht da nix mehr – ab 100 Euro aufwärts und dann an nur an selbstabholer. Und meistens steht ein verlockendes Angebot dann in Furzmoos im Allgäu oder sonstwo am Arsch der Welt – also ohne Weltreise nix zu machen.

Und die Qualität der Türen bewegt sich dann auch im Grenzbereich – sind halt auch meist 30 Jahre alt, die Dinger.

Also hab ich meine Tür entrostet und geschweißt. Zum einen auf der Oberseite, wo der Trennsteg des Dreiecksfensters in die Tür läuft und verschraubt wird. Dort sind die beiden Türbleche, also Innenblech und Außenblech mit einem Steg verbunden. Dieser Steg war gebroch und daraus reultierend auch das Innenblatt.

 

 

Sauber verschweißt und fertig.

Der untere Bereich war etwas komplizierter. Aber ich kam gut mit Flex und Drahtbürste ran und hab den Rost ordentlich rausgeschliffen. Dann hab ich ein Blech abgewinkelt und eingschweißt.

 

 

Sieht schon ganz gut aus. Noch eben an den schlecht zugänglichen Stellen fertig geschweißt und ordentlich Rostschutzfarbe drauf.

Fertig.

Hol mir mal ne Kiste Bier, die brauch ich hier…

Aller Anfang ist ja eigentlich die Kiste Bier. Leertrinken ist schnell gemacht, kennt man ja, die Kiste also mal auf´n Kopf gedreht und die Millimeterscheibe auf der Flex kreisen lassen. Wie Flex werden einige denken, das bissl billige Plaste knipste doch so mit der Gartenschere durch. Wäre auch gegangen, so ne Kiste hat nix dagegen zu setzen wenn es ihr ans Fell geht. Aber mit Flex lassen sich schöne lange gerade Schnitte realisieren, seht selbst. Der Boden ist schon mal raus und der Wertstofftonne zugeführt.

Eine Anprobe durfte wie immer nicht fehlen. Sieht doch schon mal nach was aus, oder?

Und wo ich grad so fein am schaffen war hab ich die Sitzbank auch noch eben fertig bezogen. Ist vom Aufbau her eine Einfache Holzplatte, etwas Schaumstoff und ein Bezug, in meinem Fall Jeansstoff, den ich einfach tackern wollte. Einfach und tackern paßte da jetzt aber nicht so gut zusammen. Ständig lagen die Klammern auf dem Stoff, sind verbogen oder klemmten im Tacker. Lösen wir das ganze also einfach. Ein paar Schrauben mit Linsenkopf, nen Akkuschrauber und los gings.

Gesamtbild gefällig? Sieht doch schon mal nach was aus, oder!?

Raus mit den Türen

Da das Auto wieder auf eigenen Rädern steht, hatte ich endlich die Gelegenheit, die Türen auszubauen. Das ging bisher nicht, da mir die Arme der Hebebühne im Weg waren.

 

Gott sei Dank ist der Golf 1 ein einfach gestricktes Auto – also keine Strippen, die in die Tür gehen. Nur ein Fangband und zwei Schrauben. So mein Gedanke. Nur leider habe ich nicht mit der Kreativität der VW-Ingenieure gerechnet. Die haben doch glatt die eine Befestigungsschraube auf die selbe Höhe wie das Fangband platziert. Deppen! Ich kam also nur an die Schrauben ran, in dem ich die Lasche des Fanghakens verbogen hab. Tolle Wurst.

 

Nach ein wenig rumbiegen und fummeln waren die Türen dann draußen und hab sie zerlegt. Leider hab ich davon keine Fotos. Aber als ich die Türdichtungen rausgeworfen hab, dachte ich, mich trifft der Schlag. Völlig durchgegammelt. Verdammt!

 

Mal sehen, wie das noch mache. Ich schau mal, ob man noch für kleines Geld irgendwo ne Tür bekommen kann…