Der Frontera hat Dreck geleckt

Nachdem McBain von der Vorbereitung des Frontera berichtet hat, stand der Termin für den Einsatz auch schon Fest.

Am 9.12.18 sollte es an die Belastungsgrenzen des Fronteras gehen.

Man(n) wollte eins mit der Maschine werden und die Grenzen des machbaren testen.

 

Der Tag der Tage war nun da.

(Zu meiner Person muss man sagen, ich habe die Jungs Wahnsinnig gemacht, da ich jeden Abend verkündet habe, wie viele Nächte ich noch schlafen muss bis es losgeht.)

Beim Treffpunkt wurde der Frontera über beide Ohren hin vollgetankt, damit er im Einsatz nicht durstig wird.

Aber irgendwie hat die Magie noch nicht gestimmt, es hat noch was Wesentliches gefehlt um wirklich mit Stolz geschwenkten Heldenbrust in Fursten Forrest aufzutreten.

 

Wem der Begriff „Spirit of Ecstasy“ was sagt, weißt was ich meine.

Die Kühlerfigur, die dem Fahrzeug den Hauch verleiht, und zusätzlich nach außen hin denn Wahnsinn des Fahrers verkörpert.

(Nicht umsonst hat Ferrari ein Pferd und der Lamborghini denn Stier).

 

Nach ein Paar Formalitäten und Kopfnicken war es soweit.

 

$chuh traute sich als erstes die Grenzen des machbaren heraus zu finden.

In den ersten paar Meter wurde es sich an das Gelände ran getastet.

 

Doch dann ist der Geist aus der Flasche gelassen worden, das Gaspedal hat sich ab dem Zeitpunkt auf 2 Punkte arrangiert, Vollgas oder Standgas.

 

Die Schlammschlacht konnte beginnen.

 

Wir klemmten uns in den Windschatten eines Panzers und stürzten uns in das Abenteuer.

Das Gelächter und die Freude überschatteten den schreienden Motor.

Nach ein paar brenzligen Situationen und das Grinsen über beide Ohren, begleitet vom Wahnsinn hatten wir es doch geschafft uns fest zufahren.

Diesen kleinen Rückschlag feierten wir als unseren Erfolg.

 

Nach Begutachtung des Schlamassel, stellten wir uns der Herausforderung, und testeten unser zusammengestelltes Boardwerkzeug zur Bergung.

Schnell wurde klar, der Spanngurt, der um den Baum gebunden ist und stetig auf Spannung gezogen worden ist, war die Rettung.

 

Nach der 1 Bergung, folgte der Fahrer tausch.

McBain ging aus der Erfahrung und des Aufwandes des Festfahrens beharrlicher und Rücksichtsvoller mit der Wahl der Strecke um.

Dies zumindest für die ersten Kurven.

McBain ließ die Motorhaube komplett von den Löchern verschlingen und wieder auftauchen.

Mit ordentlich Schwung und einer Portion Wahnsinn, schaffte es McBain, den Hintermann durchs Auto zu katapultieren und gleichzeitig sich nicht fest zu fahren.

Nach einer turbulenten Fahrt, machten wir Halt für einen Fahrertausch und mussten feststellen, wir haben Wasser im Kolben.

Mit einem Grinsen im Gesicht, durfte ich mich nun behaupten.

Da ich, in die Fußstapfen von McBain treten wollte, um nicht fest zu stecken, Visierte ich die „Anfänger Strecke“ an.

Die Piste war verlassen und ich konnte mein Unwesen treiben, angetrieben vom Adrenalin und ein Hauch von Angst, stürzte ich mich mit dem Frontera in den Schlamm.

 

Die Jungs um mich herum, beteten in den ersten Zeilen um Ihr Leben und in der zweiten Zeile, dass wir uns nicht festfahren.

 

Doch was soll ich sagen, Hochmut kommt vor dem Fall…

 

Vom Gefühl her, schaffte ich es, dass tiefste geflutete Loch auszuwählen, und dazu noch mittig stecken zu bleiben.

Da helfen dem Frontera kein Weinen und kein Schluchzen, Zähne zusammen und raus da.

 

McBain übernahm das Steuer und wir befestigten die Spanngurte am Baum.

Aus der vorherigen Erfahrung, konnten wir uns doch recht schnell aus der brenzligen Situation befreien.

 

Was man im Nebensatz erwähnen sollte, beim Fahren sah man weit und breit niemanden auf der Anfängerpiste, doch beim Festfahren sind immer Leute da um zu schauen 😉

 

Nach der Bergung war doch etwas viel Wasser im Motorraum und Innenraum.

Der Frontera fing an zu schwächeln und lief zwischen durch nur auf 3 Zylinder, durch eine erhöhte Gasannahme legte man dem Frontera ans Herz wieder durch die 4 Zylinder zu Atmen.

Man räumte mir eine 2 Chance ein, und ich durfte ans Steuer.

Was soll ich dazu sagen?

Die Jungs haben es gut mit mir gemeint, keine 20 Meter weiter, saß der Frontera auf und die Reifen drehten sich munter im Wasser.

Von außen Begutachtet, sah es nicht so tief aus, aber der Frontera lag komplett auf.

Diese Bergungsaktion verlangte von uns verdammt viel Geduld, Kraft und Zeit und war zumindest die Aufwendigste und schwierigste Aktion.

Wir entschieden uns den Frontera rückwärts aus dem Graben zu holen.

Nach einer Ewigkeit und viel Schweiß, haben wir es einfach geschafft, oder waren wir schon geschafft?

Um den Fehler nicht ein weiteres Mal zu begehen, beschlossen wir nur mit einem Fahrer beladen und ordentlichem Schwung, diese „Fütze“ zu überqueren.

Seht selbst.:

Gebrandmarkt von auf einander folgende fest steckens, war wieder Fahrer Wechsel angesagt.

Bei der Pause, riskierten wir ein Blick in den Motorraum. Was soll ich sagen. Der Motor hat mehr als genug Wasser gesehen.

Durch die Erfahrung die wir gesammelt haben, sind wir etwas behutsamer an die Strecke rangegangen.

Im Laufe des Tages, nach dem wir die Strecken aus Matsch und Erde, komplett erkundet haben.

Trauten wir uns in neues Terrain, in die Sandflächen und dort war Aktion angesagt.

Mitten auf der Sandfläche machten wir ein kurzes Meeting mit anderen Fronterafahrern und konnten Erfahrungen austauschen.

Bei den Gesprächen stellten wir fest, dass unser Frontera noch ein Stück höher auf den Beinen stehen kann, was sicherlich das eine oder andere Feststecken erspart hätte.

Einer der Frontera´s hatte hinten die Aufnahme für die Blattfeder verlängert , diese reicht aus um etwas mehr an Höhe zu gewinnen.

Zum Ende hin fiel uns auf, dass der Motor immer zickiger wurde und die Öldrucklampe mehrfach und länger am Leuchten war.

Womit wir uns entschlossen haben, um größere Schäden zu vermeiden, den Tag ausklingen zu lassen.

Hier ein Paar Impressionen vom FRONTera die kein Kommentar bedarf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für das nachfolgende Bild , übernehmen wir keine Haftung für körperliche oder geistliche Schäden:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und zu guter letzt das Abschluss Foto:

 

Eine Schadensanalyse folgt…

 

 

Fuhrparkerweiterung: Allradpanzer

Mit dem Crosser haben wir lange nicht mehr fahren können. Irgendwie ließen sich Zeit und freier Acker nicht in Einklang bringen. Aber wie das so ist: Wenn man lange keine Pferdestärken hat fliegen lassen können juckt es einen in den Fingern. Und zwar mächtig. Richtige Petrolheads werden wissen, wovon ich rede. Also waren wir just for fun in Fürstenau, genauer gesagt Fürsten Forest. Ist ne alte Militärkaserne, in der man heute auf verschiedenste Arten Kraftstoff in Bewegungsenergie umwandeln kann. Wir wollten nur mal so gucken, was es da so gibt. Als wir angekommen sind bot sich die Mitfahrt in nem Panzer an. Klar, warum nicht!

Alter war das staubig.

Hat echt Spaß gemacht. Und wir haben ein bisschen vom Gelände gesehen. Aber viel wichtiger war, was neben der Panzerstrecke so passiert. Wir hatten auf dem Weg zu den Panzern schon den einen oder anderen Geländewagen gesehen, und uns gedacht, dass das sicher Spaß macht, mal selber hier rumzugurken. Als wir aber die ersten Geländewagen sahen, die trotz absoluter Dürre komplett unter Dreck saßen, dämmerte es uns, dass man hier auch im Sommer viel Freude haben kann. Abendliche Nachforschungen ergaben dann, dass Fürsten-Forest ein riesiges Offroad-Areal anbietet, dass alle möglichen Schwierigkeitsgrade abdeckt. Spätestens hier war klar: Wir brauchen selber so einen Bock.

Nur wachsen die Dinger nicht auf den Bäumen. Geld darf es ja auch möglichst nicht kosten. Schließlich versuchen wir alles ohne Budget zu lösen. OK, ganz ohne geht es hier nicht. Aber wir haben die Augen offen gehalten. Irgendwann kam der Tag, an dem mir ein alter Opel Frontera angeboten wurde. Ohne TÜV, ohne Papiere. Dafür für ne echt schmale Mark. Und technisch soweit in Ordnung. Allrad geht, Motor läuft, Getriebe in Ordnung. Logisch, dass ich da zugeschlagen habe. Also die Büchse auf nen Tieflader gepackt und zu mir geholt.

Auto läuft gut. Nur in der Farbe nimmt uns doch keiner Ernst. Mal Ehrlich: Flieder!? Wer hat den denn damals konfiguriert?

Klar, dass die Büchse erstmal nen ordentliche Anstrich braucht. Flieder… geht gar nicht! Artur hat Militärlack besorgt. Mal schauen, wir Camouflage so aussieht.



Viiiiiel Besser.


Sagte ich schon mal, dass Flieder scheiße aussieht?

Mit der Lackierung sieht der Hobel gleich viel gefährlicher aus. Macht echt was her. Gott sei Dank sieht man von außen nicht, dass der Bock mit seinem 2.0i Motor ein Blender ist. 😉 Und damit uns die Gurke nicht in der erstbesten Pfütze absäuft musste noch ein Schnorchel her. Originale Schnorchel kosten viel zu viel Geld. Das muss billiger gehen. Also haben wir den Lufteinlass am Luftfilterkasten um 180° gedreht.

Schuh hat nen Adapterring gebaut. Damit konnten wir einen 75er Schlauch an den Luftfilter schrauben.


Kurzerhand noch ein Loch in die Motorhaube gesägt und Schlauchstutzen drangeschraubt.




Schlauch dran, fertig.

Aus der Bucht gabs vom Chinamann nen Schnorchelaufsatz. Draufgeschraubt und fertig. Sieht doch gut aus, oder!?

Zu guter Letzt noch ein paar Schönheitskorrekturen…




…und dann kann Fürstenau kommen!

Motor bergen

Wie im letzten Beitrag schon kurz erwähnt haben wir nen Austauschmotor aufgetrieben. Diesen selbst aus zu bauen reduziert die Gesamtkosten und macht am Ende auch noch Spaß, wenn man an den richtigen Stellen ne Schraube locker hat. 😉 So begab es sich also das wir uns mit dem Besitzer des Audi auf den Weg zum Verwerter machten um einen Baugleichen Motor zu bergen.

Da kommt er schon geflogen. Die Mitarbeiter beim „Schrotti“ waren so freundlich und haben uns den Schlachter aus der Ecke gezogen und auf ein paar herum liegenden Rädern etwas erhöht abgestellt sodass wir rundherum gut arbeiten konnten. Wer sich mit Autos aus den Baujahren auskennt dürfte wissen das es nicht so ein riesen Aufwand ist solch einen kleinen Vierzylinder aus einem Auto zu bekommen. Da haben wir schon ganz andere Kandidaten am Haken gehabt und erfolgreich aus bzw wieder ein gebaut.

Da ist das gute Stück auch schon, fein heraus filetiert und dank des Motorkrans vom Verwerter auch ohne Probleme zu bewegen und abtransportierbar. Das haben wir dann auch gemacht, alles was wichtig war eingepackt, bezahlt und ab nach Hause, reicht für den Tag…

Neuzugang Nr.1 Artur „Der-Braun“

Der Neue, Der-Braun…

Wir haben einen Neuzugang zu vermelden Artur“Der-Braun“, ein sehr guter Kumpel von Frank und dem $chuH, mischt jetzt hier im Blog mit. Willkommen bei den Funschraubern, wir freuen uns auf viele weitere wertvolle Beiträge.

 

 

Hallo , und da bin ich.

Ich heiße Artur „Der-Braun“und bin der Jung-spund unter den beiden „alten Hasen“.

Nach langer zeit und viel mithilfe beim Schrauben, durfte ich zu dieser Truppe dazu stoßen.

Was soll ich sagen?

Es ist Atemberaubend mit den beiden zuschrauben.

In Team bin ich eher der, der meist das Werkzeug zur Hand reicht, und die Jungs in brenzlichen Situation zur Weißglut treibt. Aber so einen braucht man auch 🙂

Und ich denke, dass ist meine Aufgabe, Wahnsinn in die Wahnsinnige aufgaben mit einfließen zu lassen.

Eben ein passendes Foto von mir:

So und nun freut euch auf spannende Beiträge von uns und auf den Wahnsinn der meine Handschrift in einigen Blogs tragen wird.

Die kleine Motorrevision

Es geht weiter mit dem Motor im Audi 100. Wie gesehen haben wir festgestellt das ein Lager fratze war und umgehend neu bestellt. Die Laufspuren an der Kurbelwelle sollten sich mit etwas feinem Schmirgel egalisieren lassen, so der Plan. Einmal neue Lager, frisches Öl, etwas Arbeit und der Motor sollte wieder laufen wollen. Dabei haben wir noch den Lagerzapfen vermessen, nur war das Ergebnis so gar nicht nach unseren Vorstellungen. Über Kreuz gemessen ergab sich eine Differenz von knapp zwei Zehntel Millimeter. So wird das auf Dauer nix, die Meinung vertraten wir beide. Probieren ob die neuen Lager etwas bringen und der Motor damit nicht doch laufen kann und will wollten wir dann aber trotzdem. Die Lager kosten zum einen nicht viel Geld, bestellt und geliefert waren sie außerdem. Also rein damit und schauen was so geht.

Das Video zeigt schon mal das Ergebnis, Fotos vom Eingriff haben wir gar keine gemacht. Der Motor läuft ohne Nebengeräusche, Ziel also erreicht sollte man meinen. Wir sind ja auch nicht auf den Kopf gefallen und haben den Motor warm gefahren und es dauerte tatsächlich nicht lange und das Klopfen kam wieder. Das Spiel in der Kurbelwelle ist zu hoch und klopft jedes Lager binnen kürzester Zeit wieder kaputt. Schade, aber einen Versuch war es tatsächlich wert. Jetzt startete die Suche nach einer akzeptablen Lösung für alle Beteiligten. Kurbelwellen zu bekommen war nicht so einfach, ganze Motoren schon eher, leider aber auch zu teils heftigen Preisvorstellungen. Ein Anruf beim Örtlichen Autoverwerter brachte uns dann zu dem Entschluss mit Werkzeug und Manpower ausgerüstet auf zu brechen und einen Taschmotor zu bergen. Dazu aber ein anderes mal mehr…