Seilwinde für den Frontera

Damit wir uns beim nächsten Bad im Dreck nicht wieder mit Spanngurten oder sonstigem Behelf aus der Scheiße ziehen müssen muss eine Seilwinde an den Frontera. Mit ein wenig Alkohol im Blut wird man bekanntlich entscheidungsfreudiger, so dass ich kurzerhand in der Beutebucht zugeschlagen habe.

Die Ernüchterung war groß als die Winde angeliefert wurde – hatte ich sie doch deutlich größer in Erinnerung…

Egal, jetzt ist die Winde da und kommt ans Auto. Wir werden sehen, vielleicht kann das Teil ja was.

Als erstes haben wir eine Stahlplatte für den Sockel zugeschnitten und gebohrt.

Dann die große Überlegung: Wo ist die beste Position? Schnell war klar: Direkt unterhalb der Zusatzscheinwerfer. Doch da ist nur die Stoßstange. Die ist zwar aus starkem Blech, aber ohne weitere Verstärkungen dahinter. Ob das Stabil genug ist für eine Winde? Wir werden es heraus finden. 😉

Schnell ein paar Winkel geschnitten, Platte positioniert und angepunktet.

Sieht gut aus. Jetzt braucht es noch ein paar Stützen. Schuh hat flink ein paar Vierkantrohre geschnitten, angepasst und auch angeheftet.

Danach stand großflächiges Festbraten auf dem Programm.

Erste Festigkeitsprobe: Bestanden!

Kleiner Hinweis am Rande: Beim Flexen und Schweißen immer feuerfeste Kleidung tragen. #füreuchgestetet

Winde drauf geschraubt und ran an die Elektrik.

Lastverteilung angeschlossen und verlegt.

Danach die Kabel für den Schalter in den Innenraum und positioniert. Das Gute an so einem Frontera ist ja, dass man nicht ganz sekür arbeiten muss. Daher fiel die Kabeldurchführung auch ehr pragmatisch aus.

Strippen zur Verteilung geführt und angeklemmt. Der Test am Baum ist Vielversprechend. Mit zusätzlicher Umlenkrolle macht die Winde zwar nur noch wenig Weg, hat dafür aber ordentlich Kraft. Die Winde zieht den Frontera mit getretener Bremse von der Stelle. Ich denke, das wird was…

Bayrische Motoren Werke… Er läuft wieder…

Der Titel verrät es schon, ich möchte euch aber noch den Rest der Handlungen rund um die Injektoren meines BMW erzählen. Wo waren wir hängen geblieben? Die Injektoren waren alle geborgen, die Schächte von ihren Kupferdichtungen befreit und gereinigt, alle Injektoren sind von mir noch mal zerlegt worden. Quasi alles auf Anfang mit der Reinigung. Artur überprüft ob ich richtig gearbeitet habe. 😉

Check

Jede einzelne Düse haben wir mit Diesel befüllt und mit Druckluft versuchten wir diese kleine Menge durch die Schusskanäle zu pressen. Weil das so schnell ging, und das menschliche Auge dem nicht folgen kann, haben wir dieses in slow-motion Videos versucht fest zu halten. Ein Hoch auf die Technik mit der alle aktuellen Handys ausgestattet sind.


Als das Final bei allen sechs Injektoren geschehen war ging es ans zusammen und wieder einbauen derselben. Viele Fotos existieren davon leider nicht, ist aber ähnlich dem auseinander, nur anders herum. 😉

Überholte Injektoren

Mit neuen O-Ringen am Schaft und neuen Kupferscheiben an der Spitze kam einer nach dem anderen wieder an seinen alten Platz. Wir haben also alles wieder zusammen gebaut, angeschlossen und ich habe meinen Laptop genutzt um die Lernwerte zurück zu setzten. Das sollte nach der Reinigung immer geschehen, beim Tausch gegen andere Injektoren sollten diese im Steuergerät über die aufgelaserte Nummer eingetragen werden. Jetzt heißt es hoffen und beten das wir alles richtig gemacht haben.

Da die Leitungen alle leer waren brauchte es etwas Zeit um die Rail sowie die einzelnen Druckleitungen und Injektoren wieder zu füllen. Danach sprang der Motor aber wie gewohnt an und lief in der Ruhe die nur ein Reihensechszylinder bieten kann. Erst als wir an diesem Punkt angekommen waren, aber auch wirklich erst da, meinte Frank, er hat bis zum Schluss daran gezweifelt ob die ganze OP auch wirklich funktioniert. Jetzt wissen wir aber alle wie es läuft und der „Schrecken“ rund um das Thema Injektoren ziehen und zerlegen ist gar keiner…

Mir bleibt nur eines über. Nochmals Vielen Dank an meine beiden Helfer Artur und Frank auszusprechen. Es war mir wie immer ein Vergnügen. Ihr habt einen Gut bei mir!

Erster Ausritt mit neuer Maschine

Bevor wir wieder nach Fürstenau fahren müssen wir natürlich wissen, ob wir gute Arbeit geleistet haben. Außerdem wissen wir nicht, ob der neue Motor überhaupt was taugt. Daher haben wir uns den Schlüssel zur lokalen Kiesgrube geholt und uns die Erlaubnis für einen Ausritt eingeholt.

Im Gelände angekommen haben wir erstmal vorsichtig den Frontera warm gefahren. Dann haben wir alle Flüssigkeiten gecheckt. Nachdem wir alles für gut befunden haben hat der Ex-Calibra-Motor zum ersten mal von uns Haue bekommen. Denn nichts ist ärgerlicher, als unter harten Bedingungen in Fürstenau zu verrecken. Dann soll er lieber vor der Haustür die Grätsche machen. Aber was soll ich sagen: Der Motor funktioniert so dermaßen gut, wir hatten so viel Spaß, dass keiner mehr Fotos gemacht hat…

Ganz zum Schluss ist uns eingefallen, dass wir Beweise für die erfolgreiche Wiederbelebung brauchen:

Erster Ausritt mit dem Frontera.

Läuft. Wir brauchen neue Keilriemen. Aber er läuft.

Am Ende des Videos hört man es aber schon. Der Motor tut sich schwer, klingt gequält. Obwohl wir da praktisch keine Leistung abfragen. Kurze Zeit später drehte der Motor kaum noch hoch und blieb nach dem Gas wegnehmen stehen. Neustart. Motor läuft. Gas geben geht, Motor dreht aber nicht hoch. Quält sich, geht dann direkt wieder aus.

Nach der ersten Sorge über einen möglichen neuen Motorschaden sind uns aber zwei Dinge aufgefallen: Der Kat klingelt nicht mehr, und der Auspuff ist unglaublich leise geworden. Auffällig leise. Die Diagnose war eigentlich schon in der Kiesgrube klar. Der Kat hat sich verabschiedet und verstopft den Auspuff. Also nach Hause und ab auf die Bühne. Flex kreisen lassen und schon kann man einen Blick in den Kat werfen.

Man sieht es schon. Die Keramik ist im Eimer. Den Kat haben wir abgebaut und leergekloppt.

Sooo muss ein Kat aussehen! Jetzt kann der Motor wieder anständig ausatmen. 🙂

Die kaputten Schrauben haben wir ausgebohrt und die Auspuffanlage zurück an Ihren Platz gebracht.

Bei der Gelegenheit haben wir den Endtopf zusätzlich befestigt. Original ist das Gummi am Endrohr dran, nur fehlt uns das leider. Das war nach Fürstenau nicht mehr gut und musste entsorgt werden.

Der Frontera läuft auch ohne Endrohr. 😉

Als nächstes kommt die Seilwinde dran. Und dann gehts wieder nach Fürstenau!