Wenn einem das „Simply Clever“ zum Verhängnis wird

Simply Clever, das Motto von Skoda, dass mich beinahe beim Schrauben ins Krankenhaus katapultiert hat.

Aber dazu später mehr.

 

Wie immer, wenn das Telefon bei McBain klingelt, und mein Name erscheint, kann es sich um 2 Themen Handeln.

Entweder über was Verrücktes, oder ich stecke Fest und brauche Hilfe.

Nachdem meine Schwester mir beichtete, dass Sie beim Anfahren schneller beschleunigte als der Vordermann, wusste ich das es nach Arbeit ruft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Standpauke habe ich Ihr erstmal erspart.

 

Die Herausforderung lag darin, so kostengünstig wie möglich, dass Auto wieder auf die Beine zu stellen.

Wie Ihr alle wisst , haben Studenten kein Geld…

Für die Reparatur, hat meine Schwester uns großzügige 3 Woche eingeräumt.

Da Sie sich von den ganzen Strapazen an der adriatischen Küste entspannen wollte.

„…kurze stille…“

Also ab auf die Bühne mit dem Auto.

 

Vorab hatte ich schon mal ein paar Ersatzteile bestellt um in den 3 Wochen fertig zu werden.

 

 

 

 

 

Auf der Bühne, wurde mal der unsichtbare Schaden begutachtet.

Der Träger hat ordentlich „Kraft“ weggesteckt.

 

 

 

 

 

Naja, langer Rede kurzer Sinn, sah für uns nach Arbeit von 2 Tagen aus..

Um mehr Platz an der Front zu haben, entschieden wir uns die Vorderräder auch abzumontieren.

 

 

 

 

 

 

 

Als wir gesehen haben was uns noch erwartet, bereute ich, dass ich Ihr keine Standpauke gehalten habe.

In meinem Inneren kam es zu einer Kernspaltung.

 

Darf ich vorstellen, Slicks für den Straßenverkehr:

 

 

 

 

 

 

 

Dazu kommt, dass die Bremsklötze mittlerweile eins mit der Bremsscheibe geworden sind:

 

 

 

 

 

 

 

 

Und als i-Tüpfelchen, Stoßdämpfer die einfach fertig waren:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn man die oberen Faktoren einbezieht, muss die Formel zum errechnen des Bremsweges mit 3 multipliziert werden…

 

Und weg war der Traum von 2 Tage Arbeit.

Es wurde ein 2 Wochen Projekt draus.

 

Nachdem alle Teile vor Ort waren, und der Lackierer fertig war, wurden die Ärmel hochgekrempelt und los ging es.

Dazu muss man erwähnen, dass McBain mir nicht zugetraut hat, dass die lackierte Motorhaube und die Stoßstange in meinem Skoda gemeinsam transportiert werden kann , aber seht selbst :

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So und nun kommt der entscheidende Punkt, der das ganze Projekt auf die Kippe gestellt hat.

Wenn der Wahnsinnige beim Wahnsinns Projekt mithilft und bei jedem Handschlag „Simply Clever“ sagt, reißt irgendwann mal dem stärksten Mann der Geduldsfaden.

Ihr müsst es euch so vorstellen:

  • Draußen schönes Wetter
  • In der Halle angenehme warme Temperaturen
  • Der Schweiß fließt einem von der Stirn
  • 3 Leuten sind voll dabei

Und da ist einer, der dir bei jedem Handgriff, „Simply Clever“ ins Ohr flüstert.

Als McBain, den Scheinwerfer auf dem Hokos Pokos Halter montiert hatte, und es vorne und hinten nicht passte, war das Simply Clever einmal Zuviel angebracht.

Bei McBain flogen die Sicherung, und man hat mir ans Herz gelegt es zu unterlassen und das beim nächsten „SIMPLY CLEVER“ er für nichts garantieren kann.

Nach der darauffolgenden kurzen Einweisungen, auf die Gefahren die in einer Werkstatt auftreten können, knisterte die Luft und man konnte die Vögel draußen zwitschern hören.

So und nun ein Paar SIMPLY CLEVER Fotos von der Reparatur:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfach „Simply Clever“ im Sonnenlicht:

Austausch des Leistungsträgers

Geborgen ist das Spenderaggregat, eingebaut werden muss es jetzt nur noch eben. Einfache Übung, da haben wir schon ganz andere Motoren am Haken gehabt und erfolgreich wieder implantiert. Getan werden muss es trotzdem erst mal, also ran an das Werkzeug. Haube und Front vorne etwas weg gebaut, schon hat man Platz und kann fast schon um den Motor herum laufen. Wie sagen wir immer so schön? „Zwei Liter ist ne Softdrinkgröße, keine Hubraumangabe…“ Wasser und Öl runter, paar Kabel, Schläuche und Züge ab, Auspuff gelöst, et voilá, der Motor ist freigelegt, es ist ja auch keine Raketentechnik!

Motor in den Kran hängen, ne Handvoll Schrauben am Getriebe lösen, viel gibt´s dazu nicht zu sagen und der Motor lernt das fliegen. Ist ja alles recht einfach bei einem längs im Fahrzeug verbauten Motor, im Motorraum herrscht solang etwas leere.

Die beiden Motoren durften sich noch kurz kennen lernen, ich weiß auch schon gar nicht mehr ob noch Halter oder Anbauteile zwischen den beiden getauscht werden mussten, jetzt ist aber der beste Zeitpunkt dafür.

In der Fertigung im Werk spricht man von „Hochzeit“ wenn Motor und Auto zusammenkommen. Ganz so viele Gefühle waren bei uns nicht dabei, ist halt auch nur ein weiterer Motor der mal eben getauscht wird. In diesem Fall tauschen auf dem nachfolgenden Bild Frank und der Motor die Plätze.

Alles weitere, wie bei jeder guten Anleitung, in umgekehrter Reihenfolge wieder zurück bauen, verkabeln und anschließen bzw Betriebsstoffe auffüllen. Schon kann wieder gestartet und gehofft werden. Eine Garantie ob und wie lange er läuft gibt es beim Verwerter nicht, sollte der Motor aber gar nicht funktionieren können wir ihn zurück bringen. Ich mache es kurz, das Video zeigt es. Motor läuft und nachdem er warm war hat er auch aufgehört zu „klappern“, die Hydrostößel waren einfach leer nach dem langen stehen.

Dieses Kapitel ist hiermit abgeschlossen, der Spendermotor verrichtet ohne wenn und aber seine Arbeit…

Motor bergen

Wie im letzten Beitrag schon kurz erwähnt haben wir nen Austauschmotor aufgetrieben. Diesen selbst aus zu bauen reduziert die Gesamtkosten und macht am Ende auch noch Spaß, wenn man an den richtigen Stellen ne Schraube locker hat. 😉 So begab es sich also das wir uns mit dem Besitzer des Audi auf den Weg zum Verwerter machten um einen Baugleichen Motor zu bergen.

Da kommt er schon geflogen. Die Mitarbeiter beim „Schrotti“ waren so freundlich und haben uns den Schlachter aus der Ecke gezogen und auf ein paar herum liegenden Rädern etwas erhöht abgestellt sodass wir rundherum gut arbeiten konnten. Wer sich mit Autos aus den Baujahren auskennt dürfte wissen das es nicht so ein riesen Aufwand ist solch einen kleinen Vierzylinder aus einem Auto zu bekommen. Da haben wir schon ganz andere Kandidaten am Haken gehabt und erfolgreich aus bzw wieder ein gebaut.

Da ist das gute Stück auch schon, fein heraus filetiert und dank des Motorkrans vom Verwerter auch ohne Probleme zu bewegen und abtransportierbar. Das haben wir dann auch gemacht, alles was wichtig war eingepackt, bezahlt und ab nach Hause, reicht für den Tag…

Neuzugang Nr.1 Artur „Der-Braun“

Der Neue, Der-Braun…

Wir haben einen Neuzugang zu vermelden Artur“Der-Braun“, ein sehr guter Kumpel von Frank und dem $chuH, mischt jetzt hier im Blog mit. Willkommen bei den Funschraubern, wir freuen uns auf viele weitere wertvolle Beiträge.

 

 

Hallo , und da bin ich.

Ich heiße Artur „Der-Braun“und bin der Jung-spund unter den beiden „alten Hasen“.

Nach langer zeit und viel mithilfe beim Schrauben, durfte ich zu dieser Truppe dazu stoßen.

Was soll ich sagen?

Es ist Atemberaubend mit den beiden zuschrauben.

In Team bin ich eher der, der meist das Werkzeug zur Hand reicht, und die Jungs in brenzlichen Situation zur Weißglut treibt. Aber so einen braucht man auch 🙂

Und ich denke, dass ist meine Aufgabe, Wahnsinn in die Wahnsinnige aufgaben mit einfließen zu lassen.

Eben ein passendes Foto von mir:

So und nun freut euch auf spannende Beiträge von uns und auf den Wahnsinn der meine Handschrift in einigen Blogs tragen wird.

Die kleine Motorrevision

Es geht weiter mit dem Motor im Audi 100. Wie gesehen haben wir festgestellt das ein Lager fratze war und umgehend neu bestellt. Die Laufspuren an der Kurbelwelle sollten sich mit etwas feinem Schmirgel egalisieren lassen, so der Plan. Einmal neue Lager, frisches Öl, etwas Arbeit und der Motor sollte wieder laufen wollen. Dabei haben wir noch den Lagerzapfen vermessen, nur war das Ergebnis so gar nicht nach unseren Vorstellungen. Über Kreuz gemessen ergab sich eine Differenz von knapp zwei Zehntel Millimeter. So wird das auf Dauer nix, die Meinung vertraten wir beide. Probieren ob die neuen Lager etwas bringen und der Motor damit nicht doch laufen kann und will wollten wir dann aber trotzdem. Die Lager kosten zum einen nicht viel Geld, bestellt und geliefert waren sie außerdem. Also rein damit und schauen was so geht.

Das Video zeigt schon mal das Ergebnis, Fotos vom Eingriff haben wir gar keine gemacht. Der Motor läuft ohne Nebengeräusche, Ziel also erreicht sollte man meinen. Wir sind ja auch nicht auf den Kopf gefallen und haben den Motor warm gefahren und es dauerte tatsächlich nicht lange und das Klopfen kam wieder. Das Spiel in der Kurbelwelle ist zu hoch und klopft jedes Lager binnen kürzester Zeit wieder kaputt. Schade, aber einen Versuch war es tatsächlich wert. Jetzt startete die Suche nach einer akzeptablen Lösung für alle Beteiligten. Kurbelwellen zu bekommen war nicht so einfach, ganze Motoren schon eher, leider aber auch zu teils heftigen Preisvorstellungen. Ein Anruf beim Örtlichen Autoverwerter brachte uns dann zu dem Entschluss mit Werkzeug und Manpower ausgerüstet auf zu brechen und einen Taschmotor zu bergen. Dazu aber ein anderes mal mehr…