Es geht voran!

Langsam aber sicher nähere ich mich einem großen Etappenziel: der Lackierung. Kotflügel, Türen, Haube und Heckklappe sind soweit vorbereitet. Nachdem noch ein finale Schicht Füller drauf kam und ein letztes mal geschliffen wurden, waren sie bereit für die Farbe.

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Erstmal nur die Innenseiten und Flanken. Da ich den Golf nachher in einem Stück lackiere, muss ich vorher all die Stellen lackieren, an die ich nachher nicht mehr ran komme. Also Atemschutz auf und drauf die Farbe.

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Sieht soweit schon mal ganz gut aus. Als nächstes ist dann die Karosserie dran. Holme und Kanten, die nachher nicht mehr erreichbar sind, müssen auch Farbe bekommen. Am Ende werden dann alle Karosserieteile zusammengebaut und die Kiste am Stück übergejaucht.

Als ich fertig war, hab ich erst gesehen, wie wichtig Atemschutz doch ist.

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Da sag noch mal einer, die Dinger sind über…

Boah, hab ich die Faxen dicke…

Spachteln, schleifen, spachteln, schleifen. Wenn zwischendurch Zeit war, dann spachteln und schleifen. Es hängt mir, gelinde gesagt, zum Hals raus. Aber nützt ja nix.

Letztes Jahr hatte ich viel mit dem Schwingschleifer geschliffen. Das ging aber nur mäßig vorwärts. Und wirklich eben war das Ergebnis nicht. Also hab ich mir eine Art Hobel gebaut. Sieht aus wie ne Glättkelle, wo man Schmiergelpapier drauf pappen kann.

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Damit geht das echt zügig, und das Ergebnis ist ziemlich gut. So macht das „Spaß“. Schlaucht ganz fürchterlich, aber man sieht, dass es vorwärtst geht. Nach zwei Wochen hardcorespachteln und -schleifen sah es auf der Werkbank dann so aus:

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Endlich hatte ich den Golf soweit, dass ich Rostschutzfarbe drüberblasen konnte.

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Aus dem Flickenteppich wird dadurch sofort ein ansehnliches Ergebnis. Und eine einheitliche Farbe lässt das Auto noch einmal glatter erscheinen.

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Wenn die Farbe trocken ist werde sehen, ob ichs so lassen kann. Wenn ja, kommt als nächstes ne Lage HS-Füller drauf. Das schließt die Poren und die letzten Schleifspuren. Mal sehen, ob es das halten kann, was es verspricht. Soll ja ein geiles Zeug sein.

Dann muss das noch einmal geschliffen werden. Danach dauert es nicht mehr lange, und es kann endlich rote Farbe auf die Kiste.

Es wird!

Letzte Handgriffe vor der Winterpause

Lange wars ruhig hier im Blog – heute gibts mal ein Lebenszeichen von uns. Wir haben uns die Zeit genommen, noch ein paar letzte Handgriffe am Golf vorzunehmen, bevor wir in die Winterpause gehen. Da das Kart ja im Prinzip fertig ist, am Golf winterbedingt nicht mehr viel passieren kann und wir auch aus dem Stehgreif kein neues Projekt haben, lassen wir es diesen Winter mal ruhig angehen. Kreative Schaffenspause, wenn ihr so wollt. In Wirklichkeit wollen wir einfach kein neues Projekt erzwingen, mit dem nachher keiner von uns glücklich ist. Die Eingebung über etwas Neues kommt sicher wieder bei nem Bier – so wie immer. 😉

Aber nun zum Golf. Im nächsten Frühjahr soll da die Lackierung anstehen. Spachteln und Schleifen geht temperaturbedingt nicht mehr. Aber ein paar Handgriffe konnten wir noch tun. Zum Einen haben wir den Himmel rausgeworfen. Ich hab lange mit mir gehadert, ob ich das tun soll oder nicht. Denn so einen Himmel erneuert man nicht in zehn oder zwanzig Minuten. Der ist gespannt und an den Seiten verklebt. Aber der alte Himmel war an den C-Holmen ganz schön mitgenommen, und das alte Kunstleder an vielen Stellen ziemlich brüchig und marode. Heute haben wir kurzen Prozess gemacht und der alte Himmel ist rausgeflogen.

Da bleibt nicht viel übrig… Der Isolierung im Auto sah man das Alter auch schon an. Auf der einen Seite sah es aus, als hätten die Mäuse da überwintert.

Also auch raus damit. Kommt nächsten Frühjahr alles neu.

Und damit ich zum Lackieren nicht die ganze Karre abkleben muss, ist zu guter letzt noch das Armaturenbrett rausgeflogen.

Jetzt ist die Karre soweit nackig, dass ich ohne Bedenken die Lackierpistole schwingen kann.

Alles in Allem werdet ihr hier über den Winter hinweg nicht viel Neues lesen – also nicht wundern, wenn hier mal ein paar Wochen nichts gepostet wird. Es sei denn, wir stolpern über irgend etwas interessantes…

Bis dahin!

Ob ihrs glaubt oder nicht…

… es geht weiter in Sachen Golf. Spachteln und Schleifen ist ja weiterhin angesagt. Dazu hab ich aber keinen Bock – habt ihr sicher schon gemerkt, oder? 😉 Also hab ich meine Kohle genommen und in eine Lackierpistole investiert (das Foto ist nicht von meiner, aber ich habe mir exakt diese hier gekauft):

HVLP. High Volume, Low Pressure. Sicher kein Profigerät, aber lackiertechnisch up-to-date. Und wenn ich kein Bock auf Schleifen hab, lackier ich ne Runde. So wie heute. Natürlich hab ich noch nie in meinem Leben mit so einem Ding lackiert. Aber ich war überrascht, wie leicht es damit von der Hand geht. Sicher, ich bin kein Lackierer. Aber für die ersten Gehversuche bin ich ganz zufrieden:

…und von der anderen Seite:

Was mir nach dem ersten Durchgang mit Rostschutzgrund aufgefallen ist: Ich muss mit feinerem Schleifpapier vorschleifen, oder mit einem Füller arbeiten. Die Schleifspuren sind doch noch deutlich zu erkennen. Genug Farbe hab ich drauf, denke ich. Schließlich deckt die Farbe ordentlich.

Außerdem konnte ich jetzt endlich erkennen, ob die gespachtelten Stellen ordentlich geworden sind. Und ich bin positiv überrascht. So etwas lässt sich auf Fotos immer schwierig einfangen, daher gibts davon kein Bild. Aber wie gesagt – ich bin positiv überrascht. Und das gibt doch nen ordentlichen Motivationsschub. Leider kann ich nicht mehr sooo viel lackieren. Ich muss vorher noch wieder Schleifen…

BTW: Ich suche ein 4x6m Partyzelt oder geringfügig größer. Nicht kleiner. Wenn jemand ein gebrauchtes günstig abzugeben hat, bitte melden. Leihweise nützt nix – wenn ich damit fertig bin, isses sicherlich schrott.