Problemfall Vorbau

Nach all den Turboschraubereien und der Trauer um den Alfa war zwischendurch auch der Golf mal wieder dran. Der Vorderwagen musste noch geschweißt werden. Angefangen hatte ich ja vor einiger Zeit schon mal. Ich wollte mich jetzt dran machen, die Frontschürze wieder grade zu biegen und die Ecken zuschweißen. Nach ein wenig biegerei und vergeblicher Versuche, irgendwo nutzbares Material in der Front zu finden, hab ich die Flex gepackt und die ganze Frontschürze rausgeflext. Faxen dicke.

 

 

Ne neue Frontschürze besorgt und mal dran gehalten. Sieht gleich vieeeel besser aus. Vor allem ist da auch etwas, was man verschweißen kann. Herrlich. Zur Formfindung hab ich dann die vorderen Kotflügel mal drangehalten und das Ganze mit ein paar Schweißpunkten fixiert. Macht auf jeden Fall schon mal nen ordentlichen Eindruck.

 

 

Muss die Schürze bei Gelegenheit noch mal perfekt ausrichten und dann verschweißen. Hab aber im Moment die Schnauze voll vom Schweißen. Mal sehen, wann ich das zu Ende bringe. Da ich am Arsch schon fertig bin, will ich auch da mal weiter machen. Grundieren, versiegeln, rostschützen. Dann kann der Tank und die Achse wieder drunter. Damit steht der Bock dann endlich wieder auf eigenen Rädern.

Aber mal sehen, wann ich mich da dran mache. Erstmal ist Feierabend für heute.

Sandiger Arsch

Ich hab mich schwer in Unkosten geworfen und all mein Vermögen in eine Sandstrahlpistole investiert. Die gabs beim örtlichen Grenzlandmarkt – für 20 Euro. Ich konnte nicht widerstehen.

 

 

Dazu hatte ich noch nen angefangenen Sack Quartzsand. Keine Anhnung, wofür ich das mal besorgt hatte. Auf jeden Fall hab ich den Sand in den Sandstrahler gepackt und mal von weiten unter den Golf gehalten. Geht ziemlich gut, ist aber ne riesen Sauerei. Ich werd das Areal rund um den Golf wohl mit irgendetwas abhängen müssen, damit ich den ganzen Sand nicht in der ganzen Scheune verteile.

Danach hab ich in eine andere Druckbecherpistole, die eigentlich zum einölen gereingter Landmaschinen eingesetzt wird, verdünnte Farbe getan. Was mit Öl funktioniert, sollte mit Farbe ja auch wollen. Und das tat es auch. Das Ding ersetzt zwar keine Lackierpistole, aber zum Unterboden mit Rostschutzfarbe einjauchen reichts allemal. Und das ging sogar besser als gedacht.

 

 

Sieht doch schon mal ganz hübsch aus. Allerdings verhält es sich damit genau wie mit dem Sandstrahler. In kürzester Zeit hatte ich ne 1a Farbnebelwolke produziert, die langsam weg vom Golf zog. Ein zweiter Grund, warum ich den Bereich abhängen muss. Ich schau mal, was sich dafür am besten eignet. Meine Idee: Malerfolie, die übern Teppich kommt, bevor Decken und Wände gestrichen werden. Ich hab noch eine Tüte á 25m² rumliegen. Kostet nur in paar Euro pro Tüte. Wenn das Zeug taugt, besorg ich mehr davon und bau mir ne 1a Höhle.

Wenn jemand ne bessere Idee hat, immer her damit. Wenn die Höhle steht, werd ich mal den Golf komplett von unten abstrahlen und einjauchen. Danach versiegeln und U-Schutz. Dann sieht man auch mal, das es voran geht…

Raus mit dem Hochleistungstriebwerk

Hinten ist fertig, Scheibenrahmen sehen gut aus, also ran an den Vorderwagen. Der Golf ist mit einem Meisterstück deutscher Inginierskunst ausgeliefert worden. Ein Hochleistungstriebwerk vom allerfeinsten. 50 wilde Pferde reißen an der Vorderachse. Hammer!

Nützt aber nix, das Triebwerk muss raus. Denn wir hatten zu Lebzeiten des Golfs einiges an Fluktuation bei diesen bis ins Letzte ausgereizten elfhundert Kubikcentimeter Triebwerken. Beim Ersten ist damals ein Stück aus dem Kolben herausgebrochen. Auf der Suche nach Ersatzteilen bin ich über nen anderen Golf gestolpert, den ich schlachten konnte. Aber auch der Motor war nicht die Welt. Nach zwei Jahren fing der an, wie die Hölle Öl zu verbrauchen, und wenn der Motor mehr als 2500 Umdrehungen pro Minute machte drehte der auch ohne Gas geben munter weiter.

Ich bin dann auf einen Polo gestoßen, der eine identische Maschine hatte. Ansaug und Abgastrakt umgebaut und rein in den Golf damit. Hat dann prima noch ein paar Jahre bis zur Abmeldung funktioniert. Und der Motor ist heute noch drin. Doof nur, dass die Motoren im Polo andere Motorkennbuchstaben haben als im Golf. Hat damals keine Sau interessiert, die Fuzzis vom TÜV waren immer zu faul den Gammel vom Motor zu kratzen und den Kennbuchstaben zu kontrollieren. Aber für ein H-Kennzeichen komm ich um nen korrekten Motor nicht herum.

Also hab ich das Triebwerk rausgeworfen. Ersatz hab ich schon. Bekomm ich irgendwann im Spätsommer. Das reicht völlig aus. Früher hab ich den Golf sowieso nicht so weit.

Naja – der Vorderwagen ist doch auch ganz schön mitgenommen. Altes Spiel. Flex ran, Rost raus.

Blech gedängelt und eingeschweißt. Kennen wir ja schon.

Die Frontschürze ist allerdeings so dermaßen gammelig, dass ich da eine Neue bestellt habe. Das tu ich mir nicht an und modellier das Ganze.

Feierabend für heute.

Bestandsaufnahme unter den Scheiben

Ich muss im Vorfeld mal eine kleine Geschichte loswerden. Turboschuh fragte mich die Tage, ob ich mal in die Statistiken des Blogs gesehen hätte. Ich verneinte das, und er sagte, ich solle das dringend nachholen. Vor allem sollte ich mal einen Blick auf die Suchbegriffe werfen, mit denen die Leute auf unseren Blog laden. Und was soll ich sagen – durch die Tatsache, dass ich das eine oder andere Mal „Arsch“ in den Überschriften benutzt habe, sind ohne Ende Freaks auf unserer Homepage gelandet, die auf der Suche nach nicht jugendfreiem Material waren. Das Gesuchte stand im direkten Zusammenhang mit „Arsch“. 😀 Näher führe ich das jetzt hier nicht aus. Wer genauere Infos will, kann sich ja bei mir melden. 🙂

Zurück zum Thema: da der Arsch (Ja, ich werde auch weiterhin solche Worte verwenden, ich lass mir doch den Spaß nicht nehmen.) fertig geschweißt ist, hab ich mal die Scheiben rausgedrückt. Die Fensterkanten sind eine kleine Fehlkonstruktion von VW. Was bei den Seitenscheiben funktioniert, ist bei Front- und Heckscheibe komplett in die Hose gegangen. Dadurch, dass die Blechfalz, die die Scheiben hält, senkrecht zum Blech steht, entsteht vorne und hinten, bedingt durch die Schräglage der Scheiben, eine 1A Sicke, in der sich Wasser unter dem Gummi sammeln kann. So auch bei meinem Golf. Ich hatte den vor etwa einem Jahr mit dem Dampfstrahler vom gröbsten Dreck befreit, und das Wasser stand bis jetzt unter dem Gummi. Kein Wunder also, das die ganzen Gölfe unter den Scheibengummis durchgegammelt sind.

Ich war also auf das Schlimmste vorbereitet, wurde dann aber positiv überrascht. Unter den ganzen Scheiben lediglich ein wenig Flugrost, aber nix ernstes. Nur an einer einzigen Stelle musste ich kurz den Schweißapparat bemühen, war aber nicht der Rede Wert.

Rostschutzfarbe drauf und feddich. Das war einfacher, als ich dachte. Da ich noch etwas Zeit übrig hatte, hab ich noch die Nummernschildbeleuchtung fertig gemacht. Beziehungsweise das Blech, das die Lampen trägt. Das war auch weggegammelt.

Hab mir lange Gedanken gemacht, ob sich da flicken lohnt, oder ob den Heckbereich großflächig rausschneide und das vom Schlachter wieder einschweiße. Aber auch das wäre nur Flickschusterei, und zwar im größeren Stil.

Also hab ich mir ein paar kleine Blechstreifen geschnitten, dahintergelegt, und verschweißt. Entstandene Vertiefungen hab ich auf kleiner Stufe aufgeschweißt und anschließend abgeschliffen.

Rostschutz druff, feddich. Ende für heute.

Ich dachte, hinten wär ich durch…

 

…aber ihr wisst ja. Meistens kommt es anders, als man denkt. So hatte ich das letzte Rostloch auf der rechten hinteren Seite in Angriff genommen und einen schönen Flicken drauf gesetzt.

 

Und als ich da schnell noch mit der Flex drüber wollte, Schweißperlen wegflexen, sah ich, wie die Versiegelungsnaht des Federdoms etwas hoch kroch. Nicht so wild, Flex mit Drahtbürste an den Start und blank gemacht die Stelle. Sah dann so aus:

Egal. Auf den einen Flicken mehr oder weniger kommts jetzt auch nicht drauf an. Blech zugeschnitten, eingeschweißt und dann mit Rostschutzfarbe behandelt. Und da jetzt wirklich alle Stellen entlang der hinteren Holme und Schweller repariert waren, konnte ich endlich die Holme mit Farbe volljauchen.

Ich hab mir nen Liter Rostschutzfarbe und nen Liter Verdünner gekauft. Dann hab ich in einem leeren Behälter eine richtig dünnflüssige Mischung von beidem gemacht. Anschließend hab ich meine Unterbodenschutzpistole genommen und Ansaugseite sowie Ausblasseite mit ein wenig Schlauch verlängert. Und damit hab ich dann das Zeug in rauen Mengen in die Holme geblasen. Einen ganzen Liter Farbe in beide Schweller und die hinteren Holme.

Vielleicht hätte ich doch etwas Pappe auslegen sollen – die auslaufende Brühe hat ganz schöne Seen auf dem Betonboden gebildet. Aber egal. Wichtig ist, dass das überschüssige Zeugs durch die ganzen Ritzen und Falze nach unten durchgelaufen ist. Damit ist sichergestellt, dass auch wirklich überall Farbe ist. Ich hab keinen Bock, mir im Vorfeld neue Rostnester zu bauen. Nach der ganzen Jaucherei war dann auch Feierabend. Die Luft in der Werkstatt war zum Atmen nicht mehr geeignet – außer ich wollte meine Lungen gegen Rost schützen…