Ob ihrs glaubt oder nicht…

… es geht weiter in Sachen Golf. Spachteln und Schleifen ist ja weiterhin angesagt. Dazu hab ich aber keinen Bock – habt ihr sicher schon gemerkt, oder? 😉 Also hab ich meine Kohle genommen und in eine Lackierpistole investiert (das Foto ist nicht von meiner, aber ich habe mir exakt diese hier gekauft):

HVLP. High Volume, Low Pressure. Sicher kein Profigerät, aber lackiertechnisch up-to-date. Und wenn ich kein Bock auf Schleifen hab, lackier ich ne Runde. So wie heute. Natürlich hab ich noch nie in meinem Leben mit so einem Ding lackiert. Aber ich war überrascht, wie leicht es damit von der Hand geht. Sicher, ich bin kein Lackierer. Aber für die ersten Gehversuche bin ich ganz zufrieden:

…und von der anderen Seite:

Was mir nach dem ersten Durchgang mit Rostschutzgrund aufgefallen ist: Ich muss mit feinerem Schleifpapier vorschleifen, oder mit einem Füller arbeiten. Die Schleifspuren sind doch noch deutlich zu erkennen. Genug Farbe hab ich drauf, denke ich. Schließlich deckt die Farbe ordentlich.

Außerdem konnte ich jetzt endlich erkennen, ob die gespachtelten Stellen ordentlich geworden sind. Und ich bin positiv überrascht. So etwas lässt sich auf Fotos immer schwierig einfangen, daher gibts davon kein Bild. Aber wie gesagt – ich bin positiv überrascht. Und das gibt doch nen ordentlichen Motivationsschub. Leider kann ich nicht mehr sooo viel lackieren. Ich muss vorher noch wieder Schleifen…

BTW: Ich suche ein 4x6m Partyzelt oder geringfügig größer. Nicht kleiner. Wenn jemand ein gebrauchtes günstig abzugeben hat, bitte melden. Leihweise nützt nix – wenn ich damit fertig bin, isses sicherlich schrott.

Schalldämpfer für den Rasenmäher

Ihr erinnert euch sicher noch an den Versuch, den Rasermäher zu tunen. Die fertige Modifikation sah ja so aus:

Problem: Das olle Rohr macht dermaßen viel Spektakel, dass es nicht zum aushalten ist. Ein Schalldämpfer muss also her, denn so, wie die Knallpipe jetzt randaliert, wird das keiner. Nach einem erfolglosen Ansatz, den ich euch hier ersparen möchte, sind wir auf die Idee gekommen, einen Schalldämpfer zu bauen, wie er auch im Moped benutzt wird. Nennt sich Reflektionsschalldämpfer. Der Schall wird dabei durch ein Werk von Rohren mehrfach ums Eck geleitet, um die Schalldruckspitzen zu reduzieren. Sieht in der Praxis so aus:

Schuh hat dann einfach ein paar Plättchen gedreht und ein paar Rohrreste mitgebracht. Zusammengebraten sieht das dann so aus:

Der Einsatz kam dann in das Abgasrohr – und siehe da: Der Trecker ist plötzlich mucksmäußchenstill. Bald noch leiser als mit dem originalen Schallfresser. Geil. Beim Aufbereiten der Bilder ist mir dann auch aufgefallen, warum das Ding so viel Schall frisst, und warum der Mäher damit eigentlich gar nicht laufen kann. Schaut euch mal den Dämpfer genau an. Und? Wem fällt es auf? Der Schalldruck kann zwar auf der einen Seite rein in das Gewerks aus Rohren, durch die Mittelplatte aber nicht auf die andere Seite überströmen und austreten. Auf deutsch: Wir haben das Rohr komplett dicht gemacht. Man merkt halt, wenn Profis am Werk sind. 😉

Jetzt ist erstmal der originale Dämpfer wieder dran. Denn das lange Rohr hat noch einen Nachteil, den ich nicht bedacht habe: Man kann damit weder unter der Rutsche durchmähen, noch an Büschen entlang mähen. Und unter die jungen Bäume kommt man damit schon gar nicht. Mist. Viel „Entwicklungsarbeit“ für den Arsch – aber so ist das manchmal. Es gibt Tage, da verliert man, und es gibt Tage, da gewinnen die anderen.

Leistung. Und zwar ohne Ende.

…aber leider nicht bei uns. Denn dieses Hobby ist für den normalen Geldbeutel einfach nicht tragbar. Tractorpulling ist sicherlich die Königsdisziplin, wenn es darum geht, möglichst viel Leistung auf die Erde zu bringen. Das Reglement unterscheidet dabei grob in zwei Kategorien: die Eine, die den Hubraum vorgibt, und man damit klar kommen muss, und die Andere, in der nur das Gewicht des Schleppers eine Rolle spielt. Beide Kategorien haben ihre Reize.

In der ProStock Klasse gibt der Schlepper den Hubraum vor. Der Motor darf modifiziert, der Hubraum nicht verändert werden. Und wie macht man das? Richtig – mit nem Turbolader. Obwohl, einer reicht da mittlerweile nicht mehr aus. Lieber mal zwei draufschrauben:

Oder sicherheitshalber mal drei?


Das was die Jungs da mit ihren Schleppern veranstalten ist ganz großes Kino. Die Lader sind dermaßen groß, das der Motor einige Sekunden unter Vollgas laufen muss, bevor sich die Dinger mal bewegen. Aber wenn die drehen, dann richtig:

Das ganze ist so dermaßen am Limit, dass auch immer mal was kaputt geht – in diesem Fall explodiert einer der drei Turbolader:

Hier darf dann auch die Freiwillige Feuerwehr mal ran und mit dem Horn spielen.

Die Letzte Ausbaustufe dieser Monster ist der Umbau auf Alkohol als Brennstoff. Macht dann statt der eigentlichen 200PS des Schleppers ca. 3500:

Die zweite große Disziplin ist die offene Klasse. Die Königsklasse ist dort die bis 5,4t Klasse. Alles, was sich irgendwie auf einen Schlepperrahmen pflanzen lässt, wird hier genutzt. Und wenn der Motor nicht genug Leistung her gibt, müssen halt zwei Motoren drauf. Oder lieber gleich drei – egal, hauptsache Leistung.

Die Dinger machen so einen Höllenlärm, das glaubt man nicht. Drei Allison V12 Panzermotoren sprengen garantiert jedes Trommelfell.

Das Video hier ist aus einer kleineren Klasse, die haben „nur“ zwei davon am Start. Die Geräuschkulisse ist zwar ein wenig leiser, aber nicht weniger spektakulär:

Dieser Umbau ist sicherlich der spektakulärste von allen:

Der Motor stammt aus einem russischen Torpedo-Schnellboot. Ist ein 42 Zylinder Sternmotor, hat 147 Liter Hubraum, wurde auf Methanol umgebaut, ist Turbogeladen und bringt geschmeidige 10000PS an die Hinterräder. Der Kraftstoffverbrauch unter Volllast liegt bei knapp 5 Liter. Pro Sekunde, wohlgemerkt. Absolut krasses Höllengerät.

Es gibt aber auch strategen, die bauen Hubschrauberturbinen auf ihren Trecker. Und wer hättes es gedacht, lieber mal drei oder vier gleichzeitig. Funktionieren gut, sind aber völlig unspektakulär. Die Dinger geben einfach kein anständiges Geräusch von sich.

Alles in Allem kann ich dieses Event jedem PS-Junkie nur ans Herz legen. Es lohnt sich. Aber Ohrenstöpsel nicht vergessen. 🙂

Techno Classica 2012

Die Messe ist zwar schon ein paar Tage her, aber dennoch wollen wir euch hier ein paar Eindrücke von der Techno Classica vermitteln. Wir können die Messe nur jedem ambitionierten Schrauber – egal welche Richtung, Youngtimer- oder Oldtimerfan, sowie jedem Autonarr ans Herz legen. Es gibt dort so unglaublich viel zu sehen, dass wir all diese Dinge nicht in Worte fassen können, bzw. die hier den Ramen sprengen würden.

Daher gibts einfach mal alle Bilder ungefiltert.

Viel Spaß damit!

 

Rasenmähertuning

Letzen Herbst isses schon passiert. Beim letzten mal Rasen mähen in der alten Saison fing der Motor vom Rasenmäher an, ziemlichen Krach zu machen. Was war passiert? Eine Schraube vom Auspuff saß lose. Als ich die festziehen wollte merkte ich, dass im Block kein Gewinde mehr vorhanden ist. Scheiße.

 

Egal. War ja eh das letzte mal Mähen. Ich wollte den Winter über schon mal da bei gewesen sein – aber wie das so ist. Andere Dinge sind immer wichtiger.

Da die neue Rasenmähsaison aber wieder ansteht musste ich da jetzt doch bei. Schuh hat bei sich in der Firma Gewindeeinsätze ähnlich Helicoil, und die wollte er mitbringen und einsetzen.

Gesägt, tun getan. Bohrmaschine an den Start, altes Gewindeloch aufbohren…

…und neues M12x1,5mm Gewinde geschnitten.

Dann den Einsatz eingesetzt. Fertig.

Doch den alten Topf wieder dran bauen? Langweilig. Ich hatte noch ein Stück VA-Rohr liegen. Und das sollte nun als Knallpipe herhalten.

Also haben wir nen Flansch gebaut. Wie das geht, kennt ihr ja schon vom Turboflansch. Vatter meinte, er hätte wohl noch ein Adapter von 1 auf 2 zoll. Das könnten wir zusammen mit einem kurzen Stück Wasserrohr an den Flansch braten. Als Adapter für das 60er Edelstahlrohr.

Das Wasserrohr haben wir dann kurz an den Motorblock gehalten, um zu sehen, wie das von der Größe her passt. Und dann sahen wir, dass in der Auslassöffnung des Blockes auch ein Gewinde geschnitten ist. Angesetzt – und tatsächlich. Das Wasserrohr passte rein. Der Briggs & Stratton Motor hat doch tatsächlich ein 1-Zoll Gewinde im Auspuff. Wer macht denn so etwas?

OK, den Auspuffflansch haben wir dann nicht mehr gebraucht. Wir haben das Rohr einfach in den Block geschraubt und nachher mit einer Schraube gegen verdrehen gesichert. Manchmal kann es so einfach sein.

Rohrbogen auf das Adapter geschweißt und das Edelstahlrohr reingestellt. Sieht geil aus.

 

 

OK – Probelauf! Zündung an – nix passiert. Batterie platt. Schon wieder scheiße. Egal. Ladegerät dran und Startversuch gemacht:

Macht ein Höllenlärm. Damit kann ich nicht Rasenmähen. Da fallen einem ja die Ohren ab…

Mal schauen, ob wir da noch einen Schalldämpfer für bauen. Erstmal kommt wohl der originale Topf wieder dran…