Es lebt! Es lebt!

Fast genau 70 Jahre, nachdem Frankenstein 1931 in seiner ersten Verfilmung sein Monster zum Leben erweckte, konnten auch wir unserem Monster Leben einhauchen. OK, wir haben keine regnerische Nacht, Blitzableiter und kein Gewitter gebraucht, und auch keine 1.21 Gigawatt – ach ne, das war ne andere Geschichte. Wir brauchten nur ein wenig handwerkliches Geschick und den unbändigen Willen, unser Monster zurück unter die Lebenden zu holen. Und so wahnsinnig viel fehlte uns da ja auch nicht mehr.

Der Turbo sitzt ja schon an Ort und Stelle. Abgasseitig war ja ja im Prinzip schon alles fertig. Also haben wir den Turbolader blockiert und den Motor gestartet. Schließlich soll der Turbo erst mitdrehen, wenn auch wirklich Öldruck dort anliegt. Erkennen kann man das an der Ölrücklaufleitung des Turbos. Wenns unten raus kommt, isses oben rein. Logisch. Als endlich Öl kam – man wundert sich, wie lange das Öl bis dahin braucht – haben wir die Ölrücklaufleitung festgemacht und den Turbo mal mitdrehen lassen.

Lief ganz wunderbar. Allerdings hat der Turbo beim Gas geben Öl gespuckt. Nach kurzer Analyse war uns klar, dass das Rücköl des Laders nicht frei zurück in die Ölwanne laufen kann, denn der Turbo ist fast zu tief montiert. Ein wenig im Fundus gewühlt und eine 12V Wasserpumpe gefunden. Wenns Wasser pumpen kann, kanns auch Öl fördern. Fix die Pumpe dazwischen gebaut und mit Kl.15 mitlaufen lassen. Siehe da, Ölspucken ist weg. Sauber.

 

 

Während Turboschuh den Auspuff wieder passend gefrickelt hat, hab ich mich mit dem Vergaser rumgeschlagen. Zum einen musste er auf den Turboflansch versetzt werden. Das ist nicht weiter schwer und war schnell gemacht. Zum anderen musste ich mir was einfallen lassen, um das beschissene Leerlauf in den Griff zu bekommen. Verantwortlich dafür ist bei dem Typ Versager ein elektro-pneumatisches Stellglied, welches den Leerlauf unter allen Möglichen einflüssen immer kostant halten soll. Da unser Steuergerät aber nicht mehr das beste ist (ich hab da ja mal drin rumgelötet, ihr erinnert euch?), und das Stellglied wahrscheinlich eh nicht ordentlich funzt, hab ichs einfach rausgeworfen. Als Ersatz hab ich mir ne Dicke Unterlegscheibe genommen, Löcher reingebohrt und ne Mutter reingeschweißt, durch die ich eine lange Schraube drehen kann. Damit kann ich jetzt das Leerlauf von Hand einstellen. Geht halt nix über handfeste Technik. All der neumodische Schnickschnack taugt halt nix. 🙂

 

 

Turboschuh hatte in der Firma einen neuen Druckbogen gefräst. Der Alte bestand ja aus zwei Kupferfittingen, die wir zusammengelötet hatten. Grundsätzlich funktionierte das ganz gut, nur das Befestigen und Abdichten war so eine Sache – daher war der uns ja auch mal unter Volllast runtergeflogen. Der neue Bogen hat Einschraubstutzen. Da fliegt nix mehr weg.

Alles zusammengefrickelt, Schläuche drauf und dann konnte es im Prinzip losgehen. Sprit war noch drauf – also haben wir einen Startversuch gewagt. Nach ein paar zögerlichen Hüsterchen (Leerlauf war noch zu niedrig eingestellt) war dann endlich Leben drin.

Ist schon krass, wie viel Kraftstoff an den Schlauchwänden kondensiert und es nicht bis in den Brennraum schafft.

Wir haben dann noch schnell den Auspuff fertig geschweißt und wollten endlich ne Runde drehen. Hier ein Bild der Schweißnaht, um zu zeigen, mit welcher Professionalität wir hier vorgehen: 😉

Topf dran, noch schnell Luft auffe Räder, und dann gings dabei. Anfangs noch zögerlich…

… später dann mit ordentlich Bumms. Ich hatte den Gaszug zu schlapp eingestellt. Vollgas geben beim Rollout war nicht möglich. Nach dem Feintuning hat Turnschuh dann mal geschaut, ob der Bock noch geht.

Und wie der geht! Das „Klack-Klack“ am Ende der ersten Runde bedeutet nur, dass er den Packer getroffen hat, der da im Gras steht. Aber keine Bange, dem Packer ist nichts passiert!

Jetzt wirds Zeit, dass das Getreide vonne Beine kommt – schließlich brauchen wir wieder Platz zum Bügeln!

PS: Als das Monster wieder zurück in die Scheune sollte, war uns das hier aufgefallen:

 

Müssen wir wohl noch mal ran. Schuh hatte noch ein Stück dünnwandiges Alurohr im Auto liegen, das passt genau in den Schlauch rein. Das werden wir da noch wohl reinfrickeln müssen. Obwohl der Hobel mit dem platten Schlauch auch astrein gelaufen ist…

Mehr Bilder gibts wie immer unter „Full story“.

Sandiger Arsch

Ich hab mich schwer in Unkosten geworfen und all mein Vermögen in eine Sandstrahlpistole investiert. Die gabs beim örtlichen Grenzlandmarkt – für 20 Euro. Ich konnte nicht widerstehen.

 

 

Dazu hatte ich noch nen angefangenen Sack Quartzsand. Keine Anhnung, wofür ich das mal besorgt hatte. Auf jeden Fall hab ich den Sand in den Sandstrahler gepackt und mal von weiten unter den Golf gehalten. Geht ziemlich gut, ist aber ne riesen Sauerei. Ich werd das Areal rund um den Golf wohl mit irgendetwas abhängen müssen, damit ich den ganzen Sand nicht in der ganzen Scheune verteile.

Danach hab ich in eine andere Druckbecherpistole, die eigentlich zum einölen gereingter Landmaschinen eingesetzt wird, verdünnte Farbe getan. Was mit Öl funktioniert, sollte mit Farbe ja auch wollen. Und das tat es auch. Das Ding ersetzt zwar keine Lackierpistole, aber zum Unterboden mit Rostschutzfarbe einjauchen reichts allemal. Und das ging sogar besser als gedacht.

 

 

Sieht doch schon mal ganz hübsch aus. Allerdings verhält es sich damit genau wie mit dem Sandstrahler. In kürzester Zeit hatte ich ne 1a Farbnebelwolke produziert, die langsam weg vom Golf zog. Ein zweiter Grund, warum ich den Bereich abhängen muss. Ich schau mal, was sich dafür am besten eignet. Meine Idee: Malerfolie, die übern Teppich kommt, bevor Decken und Wände gestrichen werden. Ich hab noch eine Tüte á 25m² rumliegen. Kostet nur in paar Euro pro Tüte. Wenn das Zeug taugt, besorg ich mehr davon und bau mir ne 1a Höhle.

Wenn jemand ne bessere Idee hat, immer her damit. Wenn die Höhle steht, werd ich mal den Golf komplett von unten abstrahlen und einjauchen. Danach versiegeln und U-Schutz. Dann sieht man auch mal, das es voran geht…

Raus mit dem Hochleistungstriebwerk

Hinten ist fertig, Scheibenrahmen sehen gut aus, also ran an den Vorderwagen. Der Golf ist mit einem Meisterstück deutscher Inginierskunst ausgeliefert worden. Ein Hochleistungstriebwerk vom allerfeinsten. 50 wilde Pferde reißen an der Vorderachse. Hammer!

Nützt aber nix, das Triebwerk muss raus. Denn wir hatten zu Lebzeiten des Golfs einiges an Fluktuation bei diesen bis ins Letzte ausgereizten elfhundert Kubikcentimeter Triebwerken. Beim Ersten ist damals ein Stück aus dem Kolben herausgebrochen. Auf der Suche nach Ersatzteilen bin ich über nen anderen Golf gestolpert, den ich schlachten konnte. Aber auch der Motor war nicht die Welt. Nach zwei Jahren fing der an, wie die Hölle Öl zu verbrauchen, und wenn der Motor mehr als 2500 Umdrehungen pro Minute machte drehte der auch ohne Gas geben munter weiter.

Ich bin dann auf einen Polo gestoßen, der eine identische Maschine hatte. Ansaug und Abgastrakt umgebaut und rein in den Golf damit. Hat dann prima noch ein paar Jahre bis zur Abmeldung funktioniert. Und der Motor ist heute noch drin. Doof nur, dass die Motoren im Polo andere Motorkennbuchstaben haben als im Golf. Hat damals keine Sau interessiert, die Fuzzis vom TÜV waren immer zu faul den Gammel vom Motor zu kratzen und den Kennbuchstaben zu kontrollieren. Aber für ein H-Kennzeichen komm ich um nen korrekten Motor nicht herum.

Also hab ich das Triebwerk rausgeworfen. Ersatz hab ich schon. Bekomm ich irgendwann im Spätsommer. Das reicht völlig aus. Früher hab ich den Golf sowieso nicht so weit.

Naja – der Vorderwagen ist doch auch ganz schön mitgenommen. Altes Spiel. Flex ran, Rost raus.

Blech gedängelt und eingeschweißt. Kennen wir ja schon.

Die Frontschürze ist allerdeings so dermaßen gammelig, dass ich da eine Neue bestellt habe. Das tu ich mir nicht an und modellier das Ganze.

Feierabend für heute.

Bestandsaufnahme unter den Scheiben

Ich muss im Vorfeld mal eine kleine Geschichte loswerden. Turboschuh fragte mich die Tage, ob ich mal in die Statistiken des Blogs gesehen hätte. Ich verneinte das, und er sagte, ich solle das dringend nachholen. Vor allem sollte ich mal einen Blick auf die Suchbegriffe werfen, mit denen die Leute auf unseren Blog laden. Und was soll ich sagen – durch die Tatsache, dass ich das eine oder andere Mal „Arsch“ in den Überschriften benutzt habe, sind ohne Ende Freaks auf unserer Homepage gelandet, die auf der Suche nach nicht jugendfreiem Material waren. Das Gesuchte stand im direkten Zusammenhang mit „Arsch“. 😀 Näher führe ich das jetzt hier nicht aus. Wer genauere Infos will, kann sich ja bei mir melden. 🙂

Zurück zum Thema: da der Arsch (Ja, ich werde auch weiterhin solche Worte verwenden, ich lass mir doch den Spaß nicht nehmen.) fertig geschweißt ist, hab ich mal die Scheiben rausgedrückt. Die Fensterkanten sind eine kleine Fehlkonstruktion von VW. Was bei den Seitenscheiben funktioniert, ist bei Front- und Heckscheibe komplett in die Hose gegangen. Dadurch, dass die Blechfalz, die die Scheiben hält, senkrecht zum Blech steht, entsteht vorne und hinten, bedingt durch die Schräglage der Scheiben, eine 1A Sicke, in der sich Wasser unter dem Gummi sammeln kann. So auch bei meinem Golf. Ich hatte den vor etwa einem Jahr mit dem Dampfstrahler vom gröbsten Dreck befreit, und das Wasser stand bis jetzt unter dem Gummi. Kein Wunder also, das die ganzen Gölfe unter den Scheibengummis durchgegammelt sind.

Ich war also auf das Schlimmste vorbereitet, wurde dann aber positiv überrascht. Unter den ganzen Scheiben lediglich ein wenig Flugrost, aber nix ernstes. Nur an einer einzigen Stelle musste ich kurz den Schweißapparat bemühen, war aber nicht der Rede Wert.

Rostschutzfarbe drauf und feddich. Das war einfacher, als ich dachte. Da ich noch etwas Zeit übrig hatte, hab ich noch die Nummernschildbeleuchtung fertig gemacht. Beziehungsweise das Blech, das die Lampen trägt. Das war auch weggegammelt.

Hab mir lange Gedanken gemacht, ob sich da flicken lohnt, oder ob den Heckbereich großflächig rausschneide und das vom Schlachter wieder einschweiße. Aber auch das wäre nur Flickschusterei, und zwar im größeren Stil.

Also hab ich mir ein paar kleine Blechstreifen geschnitten, dahintergelegt, und verschweißt. Entstandene Vertiefungen hab ich auf kleiner Stufe aufgeschweißt und anschließend abgeschliffen.

Rostschutz druff, feddich. Ende für heute.

and the beat goes on. Endlich wieder Kart schrauben….

Zwei tapfere Krieger haben sich zusammen gefunden um den Kampf mit der Technik auf zu nehmen. Zu bändigen ist ein wilder Turbolader, zu anderer Zeit dazu aber mehr. Angefangen haben wir dieses mal mit unserer Beleuchtung. Die Lampen lagen ja schon länger herum, gab es mal für ne schmale Mark beim bekannten Internetauktionshaus.

Es mußten nur einige Kleinteile aufgearbeitet werden. Diese also Sand gestrahlt und danach im Rostschutzbad haltbar gemacht, schon funden sie sich schnell wieder zusammen. Hut ab auch vor dem Helden der die gebrauchten Reflektoren einfach schwarz angemalt hatte, waren bestimmt für Nachtfahrten gedacht. 😉 Bissl Verdünnung und ein Putzlappen später strahlen diese wieder so wie sie sollen. Ein knapper Meter Stahlrohr war auch gleich gefunden und es konnte los gehen. Abstände ausmessen und anzeichnen, Löcher bohren. Standart Metallarbeiten, sind uns ja nicht neu, lief also wie geschmiert. Als kleine Besonderheit heut nur die Fenster auf der Rückseite des Stahlrohrs, dadurch lässt sich alles schön versteckt verschrauben und das fertige Lampenrohr kann direkt angeschraubt werden, ohne störende Muttern oder Schraubenköpfe drunter. Fertig montiert macht das schon mal nen schmalen Fuß, verkabelt und in Aktion wird´s mit Sicherheit noch besser.

Das letzte Bild zeigt noch ein „Eisernes Kreuz“, war mal ein Fräsmuster, ist zum wegschmeissen zu schade, also Loch drin und an´s Kart geschraubt. Paßt zum Gesamterscheinungbild. Alle Bilder wieder unter Full story.