Porno-Audi pornöser machen

Eigentlich isses zu kalt zum Schrauben. Aber wenn es darum geht, geile Karren noch geiler zu machen, sind wir natürlich am Start. Ziel war es diesmal, einen goldmetallic farbenen Audi 100 anne Erde zu bringen. Denn auch im Alter kann man ja noch sportlich unterwegs sein.

Und hier ist der Autowagen:

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Rein damit in die Werkstatt, drauf auf die Bühne, und runter mit den Rädern. Dann Kartons öffnen und Inhalt checken:

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Audi hat sich für das Wechseln der Stoßdämpfer an der Vorderachse echt Gedanken gemacht. Daran merkt man halt, dass Audi ne Premiummarke ist. Die kann man tauschen, ohne, dass das Auto auf die Bühne müsste. Dämpfer wechseln dauert 15 Minuten. Maximal. Tolle Sache. Nützt uns nur leider nichts. Um die Federn zu wechseln, muss das komplette Federbein raus. Also alles – incl. Radnabe, Lager, Bremsscheibe, etc. Der Arbeitsaufwand ist schon ganz ordentlich – genau wie das Gewicht des Federbeins. Das Ding wiegt gefühlte 50 Kg. Schuh, das Tier, hält das hier mal locker in die Kamera.

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Ab damit auf die Werkbank. Feder gepannt, Federbein zerlegt und die alte Feder mal gegen die Neue gehalten:

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Das kann ja was werden. Die neue Feder ist ca. 10cm kürzer als die Alte. Anfängliche Bedenken, die Feder könte nicht mehr genug Vorspannung haben, haben sich beim Zusammenbau zerschlagen. Neue Feder und neuer Dämpfer funktionieren ganz wunderbar zusammen.

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Rein damit ins Auto und das Ganze nochmal analog auf der anderen Seite. Danch war hinten dran. Der Ausbau ging dort deutlich einfacher. Drei Muttern an der Karosserie und eine Schraube an der Hinterachse, und schon hatte Schuh wieder fette Beute gemacht:

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Auch hinten gabs neue Dämpfer und neue Federn. Vom fertigen Federbein gibts allerdings kein Foto mehr. Zusammengebaut und dann der große Moment: Haben wir alles richtig gemacht? Runter vonne Bühne und Probefahrt. Ergebnis: das Fahrwerk ist deutlich straffer geworden und der Porno-Audi hat jetzt nen ordentlichen Abstand zur Straße.

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Hier der direkte Vergleich zwischen vorher und nachher:

Vergleich Ausschnitt

Die Vorbereitungen sind jetzt getroffen. Die fetten Alus können kommen!

Letzte Handgriffe vor der Winterpause

Lange wars ruhig hier im Blog – heute gibts mal ein Lebenszeichen von uns. Wir haben uns die Zeit genommen, noch ein paar letzte Handgriffe am Golf vorzunehmen, bevor wir in die Winterpause gehen. Da das Kart ja im Prinzip fertig ist, am Golf winterbedingt nicht mehr viel passieren kann und wir auch aus dem Stehgreif kein neues Projekt haben, lassen wir es diesen Winter mal ruhig angehen. Kreative Schaffenspause, wenn ihr so wollt. In Wirklichkeit wollen wir einfach kein neues Projekt erzwingen, mit dem nachher keiner von uns glücklich ist. Die Eingebung über etwas Neues kommt sicher wieder bei nem Bier – so wie immer. 😉

Aber nun zum Golf. Im nächsten Frühjahr soll da die Lackierung anstehen. Spachteln und Schleifen geht temperaturbedingt nicht mehr. Aber ein paar Handgriffe konnten wir noch tun. Zum Einen haben wir den Himmel rausgeworfen. Ich hab lange mit mir gehadert, ob ich das tun soll oder nicht. Denn so einen Himmel erneuert man nicht in zehn oder zwanzig Minuten. Der ist gespannt und an den Seiten verklebt. Aber der alte Himmel war an den C-Holmen ganz schön mitgenommen, und das alte Kunstleder an vielen Stellen ziemlich brüchig und marode. Heute haben wir kurzen Prozess gemacht und der alte Himmel ist rausgeflogen.

Da bleibt nicht viel übrig… Der Isolierung im Auto sah man das Alter auch schon an. Auf der einen Seite sah es aus, als hätten die Mäuse da überwintert.

Also auch raus damit. Kommt nächsten Frühjahr alles neu.

Und damit ich zum Lackieren nicht die ganze Karre abkleben muss, ist zu guter letzt noch das Armaturenbrett rausgeflogen.

Jetzt ist die Karre soweit nackig, dass ich ohne Bedenken die Lackierpistole schwingen kann.

Alles in Allem werdet ihr hier über den Winter hinweg nicht viel Neues lesen – also nicht wundern, wenn hier mal ein paar Wochen nichts gepostet wird. Es sei denn, wir stolpern über irgend etwas interessantes…

Bis dahin!

Härtetest

Der Bauer, der unseren Acker gepachtet hat, hatte offensichtlich keine Eile, die Kartoffeln aus dem Boden zu picken. Entsprechend lange hat es gedauert, bis er endlich mit dem Vollernter befahrbaren Boden freigelegt hat. Am Wochenende war es dann so weit. Kurz beim Bauern abgeklopft, ob er ein Problem damit hat, wenn wir für ihn den Acker pflügen – hat er nicht. Sauber, kann also losgehen.

Der BMW-Motor musste jetzt zum ersten mal zeigen, dass er nicht nur ne 3er-Karosse vorwärts schieben kann, sondern auch unseren Crosser aufm Acker bewegt bekommt. Hier einfach mal ein paar Bilder. Unkommentiert.

Und dass das alles keine keine gestellten Bilder sind, wo wir den Bock mal von Hand angeschoben und beim Ausrollen fotografiert haben, sieht man auf diesem Video:

Die Kamera kann die Lautstärke nicht so recht einfangen. Nur so viel: nach ein paar Minuten Fahren stand plötzlich ein Nachbar bei uns aufm Acker. Er meinte, er hätte was gehört, und wär dem mal nachgegangen. Und der wohnt fast zwei Kilometer entfernt…

Fazit: Bock funktioniert und macht krach. Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten zu tun, aber das meiste steht. Wird wohl langsam Zeit, ein neues Winterprojekt zu suchen…

Ob ihrs glaubt oder nicht…

… es geht weiter in Sachen Golf. Spachteln und Schleifen ist ja weiterhin angesagt. Dazu hab ich aber keinen Bock – habt ihr sicher schon gemerkt, oder? 😉 Also hab ich meine Kohle genommen und in eine Lackierpistole investiert (das Foto ist nicht von meiner, aber ich habe mir exakt diese hier gekauft):

HVLP. High Volume, Low Pressure. Sicher kein Profigerät, aber lackiertechnisch up-to-date. Und wenn ich kein Bock auf Schleifen hab, lackier ich ne Runde. So wie heute. Natürlich hab ich noch nie in meinem Leben mit so einem Ding lackiert. Aber ich war überrascht, wie leicht es damit von der Hand geht. Sicher, ich bin kein Lackierer. Aber für die ersten Gehversuche bin ich ganz zufrieden:

…und von der anderen Seite:

Was mir nach dem ersten Durchgang mit Rostschutzgrund aufgefallen ist: Ich muss mit feinerem Schleifpapier vorschleifen, oder mit einem Füller arbeiten. Die Schleifspuren sind doch noch deutlich zu erkennen. Genug Farbe hab ich drauf, denke ich. Schließlich deckt die Farbe ordentlich.

Außerdem konnte ich jetzt endlich erkennen, ob die gespachtelten Stellen ordentlich geworden sind. Und ich bin positiv überrascht. So etwas lässt sich auf Fotos immer schwierig einfangen, daher gibts davon kein Bild. Aber wie gesagt – ich bin positiv überrascht. Und das gibt doch nen ordentlichen Motivationsschub. Leider kann ich nicht mehr sooo viel lackieren. Ich muss vorher noch wieder Schleifen…

BTW: Ich suche ein 4x6m Partyzelt oder geringfügig größer. Nicht kleiner. Wenn jemand ein gebrauchtes günstig abzugeben hat, bitte melden. Leihweise nützt nix – wenn ich damit fertig bin, isses sicherlich schrott.