Rechtsschwenk, Marsch!

Leider war ich in den letzten Tagen etwas kniepig, was das Fotos machen anbelangt. Aber ich war durchaus fleißig. Die Achsaufnahme links ist wieder anmodelliert. Die verrosteten Stellen hatte ich ja schon herausgetrennt und mit Rostschutz beabeitet. Aufgeschweißt habe ich das alles mit 2mm dickem Stahlblech. DAS rostet so schnell nicht wieder durch. Außerdem gibt es mir die nötige Stabilität. Kann ja nicht schaden, wenn es etwas stabiler ist als im Original.

 

 

Dann habe ich mich der rechten Seite gewidmet. Same procedure as last time. Reparaturradlauf drangehalten, angezeichnet, ausgesägt. Schweller unten ausgesägt und die Achsaufnahme entrostet.

 

 

Großes Kino – ich konnte durch die komplette Aufnahme durchgucken. Nachdem ich den Rostherd herausgeschnitten hatte konnte ich sehen, dass die Verstärkung der Achsaufnahme auch weggegammelt ist. Meine Herren – ich frage mich, wieso die Achse überhaupt noch gehalten hat. Vermutlich nur noch aus Gewohnheit.

 

 

Das traurige Bild setzt sich übrigens hinten am Heckblech fort. Dort hat der Gammel sich auch ein schönes Nest gebaut und es sich gut gehen lassen. Was hab ich mir da nur eingebrockt?

 

 

…to be continued.

Radlauf links

Wieder gehts dem rostigen Satan ans Leder. Der linke Radlauf war mehr als verrottet. Der wurde im Prinzip nur noch durch die Spachtelmasse einer alten, unfachmännischen Reparatur zusammengehalten. Ich hab den neuen Radlauf drangehalten, und dann mit einem Edding die Kontur angezeichnet. Anschließend einen Rand von etwa 2cm stehen lassen und dann die Flex kreisen lassen.

 

 

Von einem Arbeitskollegen habe ich eine pneumatische Absetzzange geliehen bekommen. Mit dieser Zange kann man 1mm-Bleche um einen Millimeter absetzen. Das Ergebnis sind nachher sich überlappende Bleche, die ordentlich verschweißt werden können. Die Oberflächen der beiden Bleche sind dann auf einer Ebene und müssen nicht großartig angespachtelt werden.

 

 

Jetzt zur Glaubensfrage: Verzinnen oder Spachteln? Ich habe mich in das Thema eingelesen, und bin zu dem Ergebnis gekommen, nur zu spachteln. Moderne Spachtel stehen dem Zinn kaum in etwas nach, und ordentlich verzinnen ist ne Kunst für sich. Da ich den Wagen anschließend nicht wieder verkaufen werden, sondern selber fahre, kann ich damit leben, hier und da eine erhöhte Lackstärke, bzw. erhöhte Deckschicht zu haben. Klar, Spachtelmasse ist auch nicht ganz einfach handzuhaben. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Spachtelmasse Wasser zieht wie ein Schwamm. Da muss ich gewissenhafte Vorarbeit leisten. Aber dennoch überwiegen für meinen speziellen Fall die Vorteile des Spachtelns.

Den neuen Radlauf habe ich mit der Absetzzange bearbeitet und anschließend alle bearbeiteten Flächen von irgendwelchen Graten befreit. Dann schön reingehalten und mit zwei Schweißpunkten fixiert. Noch einmal alles kontrolliert, für gut befunden, und dann das Ding ordentlich verschweißt.

 

 

Schnell noch die kleinen Löcher im Radhaus zugeschweißt und dann alles ordentlich mit Rostschutzfarbe ertränkt. Erst innen, und dann das, was durch die Fugen nach außen durchgelaufen ist, außen verteilt. 1a. Die Rostvorsorge ist jetzt schon besser als damals, als der Golf das Werk verlassen hat.

 

 

Mehr Bilder wie immer unter „Full Story“.

Der Wahnsinn geht weiter

Hatte die Tage keinen Bock auf Schweißen. Ich hab dann mal die Kotflügel vorne abgebaut, um zu schauen, was sich da schönes hinter verbirgt. Der rechte Kotflügel fiel mir regelrecht entgegen, als ich den losschraubte. Der war wohl schon irgendwann mal gewechselt worden. Gott sei Dank war der Golf darunter nicht verottet. Sehr schön – das kenn ich auch anders.

 

 

Der Querträger vorne ist vergammelt, aber das wusste ich ja schon. Der linke Kotflügel war noch mit der original Mumpe von VW eingeklebt. Meine Herren, was für eine scheiß Arbeit, den Kram loszuschneiden und den Kotflügel herauszuoperieren. Aber auch an der der Seite sah das Blech darunter sehr gut aus. Gott sei Dank. Ein Lichtblick. Hinten hab ich noch die Nummerschildbeleuchtungen abgeschraubt. Scheiße. Blech darunter voll im Arsch. Da muss ich mir noch was einfallen lassen.

 

 

Im hinteren rechten Radhaus hatte ich noch eine kleine Durchrostung gesehen. Mal mit dem Finger reingedrückt, und was ist? Das Radhaus bricht mir großflächig weg. Klasse. Das Blech hat sich dort wohl schon vor längerer Zeit mal verabschiedet. Die Kontur wurde nur noch durch den Unterbodenschutz gehalten.

 

 

Der TÜV hat da nie rumgepröckelt – sah oberflächlich ja alles ziemlich gut aus. Um es auf deutsch zu sagen: DAS ist richtiger Mist. Da ist beschissen beizukommen, und anmodellieren geht nicht wegen mangelnder Substanz. Herrlich. Auch da werd ich mir was einfallen lassen müssen…

…to be continued.