Boah, hab ich die Faxen dicke…

Spachteln, schleifen, spachteln, schleifen. Wenn zwischendurch Zeit war, dann spachteln und schleifen. Es hängt mir, gelinde gesagt, zum Hals raus. Aber nützt ja nix.

Letztes Jahr hatte ich viel mit dem Schwingschleifer geschliffen. Das ging aber nur mäßig vorwärts. Und wirklich eben war das Ergebnis nicht. Also hab ich mir eine Art Hobel gebaut. Sieht aus wie ne Glättkelle, wo man Schmiergelpapier drauf pappen kann.

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Damit geht das echt zügig, und das Ergebnis ist ziemlich gut. So macht das „Spaß“. Schlaucht ganz fürchterlich, aber man sieht, dass es vorwärtst geht. Nach zwei Wochen hardcorespachteln und -schleifen sah es auf der Werkbank dann so aus:

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Endlich hatte ich den Golf soweit, dass ich Rostschutzfarbe drüberblasen konnte.

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Aus dem Flickenteppich wird dadurch sofort ein ansehnliches Ergebnis. Und eine einheitliche Farbe lässt das Auto noch einmal glatter erscheinen.

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Wenn die Farbe trocken ist werde sehen, ob ichs so lassen kann. Wenn ja, kommt als nächstes ne Lage HS-Füller drauf. Das schließt die Poren und die letzten Schleifspuren. Mal sehen, ob es das halten kann, was es verspricht. Soll ja ein geiles Zeug sein.

Dann muss das noch einmal geschliffen werden. Danach dauert es nicht mehr lange, und es kann endlich rote Farbe auf die Kiste.

Es wird!

102 Km/h und ein toter…

Der Frühling ist da. Wurd aber auch verdammt noch mal Zeit. Und während andere am Wochenende angrillen haben wir angeblasen. Und Zwar den Crosser. Die Wiese hinterm Haus muss eh weg, und da bot es sich an, den Hobel mal übers Gras fliegen zu lassen. Schließlich müssen wir ja wissen, ob der auch mit anderem Untergrund als Modder klar kommt.

Ums vorweg zu nehmen: Natürlich kommt er klar. Und wie! Die erste Runde hab ich gefahren. Ich baller also nichts ahnend volle Pulle über die Wiese, als plötzlich ein Hase aufspringt und mir in suizidialer Absicht direkt vors Kart rennt. Ausweichen war bei dem Tempo nicht mehr drin. Somit kam, was kommen musste: Wir hatten den ersten toten für heute.

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Ich hab dann den Hasen beiseite geräumt. Der ist zwar nicht mehr sonderlich schön, aber als Futter für andere Viecher tut ders noch.

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Anschließend haben wir noch ein paar Runden gedreht, bis einer auf die Idee kam, mal ein Navi auf den Crosser zu packen. Damit können man ganz genau erkennen, wie schnell der Bock denn läuft. Gesägt, tun getan. Navi rausgeholt und mal geschaut, was der Hobel kann. 102 Km/h zeigte das Navi an, als ich den Anker werfen musste. Da geht noch mehr, aber die Wiese war irgendwann zu Ende. Ich hätte auch keinen Meter später bremsen dürfen:

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Das der Bock wirklich so schnell rennt, sieht man an Schuhs Pullover – er hatte da ne tote Fliege drauf.

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Schon der zweite Todesfall heute. Um nicht noch mehr Schicksale zu besiegeln haben wir Feierabend gemacht. Sicher ist sicher.

Porno-Audi pornöser machen

Eigentlich isses zu kalt zum Schrauben. Aber wenn es darum geht, geile Karren noch geiler zu machen, sind wir natürlich am Start. Ziel war es diesmal, einen goldmetallic farbenen Audi 100 anne Erde zu bringen. Denn auch im Alter kann man ja noch sportlich unterwegs sein.

Und hier ist der Autowagen:

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Rein damit in die Werkstatt, drauf auf die Bühne, und runter mit den Rädern. Dann Kartons öffnen und Inhalt checken:

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Audi hat sich für das Wechseln der Stoßdämpfer an der Vorderachse echt Gedanken gemacht. Daran merkt man halt, dass Audi ne Premiummarke ist. Die kann man tauschen, ohne, dass das Auto auf die Bühne müsste. Dämpfer wechseln dauert 15 Minuten. Maximal. Tolle Sache. Nützt uns nur leider nichts. Um die Federn zu wechseln, muss das komplette Federbein raus. Also alles – incl. Radnabe, Lager, Bremsscheibe, etc. Der Arbeitsaufwand ist schon ganz ordentlich – genau wie das Gewicht des Federbeins. Das Ding wiegt gefühlte 50 Kg. Schuh, das Tier, hält das hier mal locker in die Kamera.

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Ab damit auf die Werkbank. Feder gepannt, Federbein zerlegt und die alte Feder mal gegen die Neue gehalten:

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Das kann ja was werden. Die neue Feder ist ca. 10cm kürzer als die Alte. Anfängliche Bedenken, die Feder könte nicht mehr genug Vorspannung haben, haben sich beim Zusammenbau zerschlagen. Neue Feder und neuer Dämpfer funktionieren ganz wunderbar zusammen.

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Rein damit ins Auto und das Ganze nochmal analog auf der anderen Seite. Danch war hinten dran. Der Ausbau ging dort deutlich einfacher. Drei Muttern an der Karosserie und eine Schraube an der Hinterachse, und schon hatte Schuh wieder fette Beute gemacht:

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Auch hinten gabs neue Dämpfer und neue Federn. Vom fertigen Federbein gibts allerdings kein Foto mehr. Zusammengebaut und dann der große Moment: Haben wir alles richtig gemacht? Runter vonne Bühne und Probefahrt. Ergebnis: das Fahrwerk ist deutlich straffer geworden und der Porno-Audi hat jetzt nen ordentlichen Abstand zur Straße.

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Hier der direkte Vergleich zwischen vorher und nachher:

Vergleich Ausschnitt

Die Vorbereitungen sind jetzt getroffen. Die fetten Alus können kommen!

Letzte Handgriffe vor der Winterpause

Lange wars ruhig hier im Blog – heute gibts mal ein Lebenszeichen von uns. Wir haben uns die Zeit genommen, noch ein paar letzte Handgriffe am Golf vorzunehmen, bevor wir in die Winterpause gehen. Da das Kart ja im Prinzip fertig ist, am Golf winterbedingt nicht mehr viel passieren kann und wir auch aus dem Stehgreif kein neues Projekt haben, lassen wir es diesen Winter mal ruhig angehen. Kreative Schaffenspause, wenn ihr so wollt. In Wirklichkeit wollen wir einfach kein neues Projekt erzwingen, mit dem nachher keiner von uns glücklich ist. Die Eingebung über etwas Neues kommt sicher wieder bei nem Bier – so wie immer. 😉

Aber nun zum Golf. Im nächsten Frühjahr soll da die Lackierung anstehen. Spachteln und Schleifen geht temperaturbedingt nicht mehr. Aber ein paar Handgriffe konnten wir noch tun. Zum Einen haben wir den Himmel rausgeworfen. Ich hab lange mit mir gehadert, ob ich das tun soll oder nicht. Denn so einen Himmel erneuert man nicht in zehn oder zwanzig Minuten. Der ist gespannt und an den Seiten verklebt. Aber der alte Himmel war an den C-Holmen ganz schön mitgenommen, und das alte Kunstleder an vielen Stellen ziemlich brüchig und marode. Heute haben wir kurzen Prozess gemacht und der alte Himmel ist rausgeflogen.

Da bleibt nicht viel übrig… Der Isolierung im Auto sah man das Alter auch schon an. Auf der einen Seite sah es aus, als hätten die Mäuse da überwintert.

Also auch raus damit. Kommt nächsten Frühjahr alles neu.

Und damit ich zum Lackieren nicht die ganze Karre abkleben muss, ist zu guter letzt noch das Armaturenbrett rausgeflogen.

Jetzt ist die Karre soweit nackig, dass ich ohne Bedenken die Lackierpistole schwingen kann.

Alles in Allem werdet ihr hier über den Winter hinweg nicht viel Neues lesen – also nicht wundern, wenn hier mal ein paar Wochen nichts gepostet wird. Es sei denn, wir stolpern über irgend etwas interessantes…

Bis dahin!

Härtetest

Der Bauer, der unseren Acker gepachtet hat, hatte offensichtlich keine Eile, die Kartoffeln aus dem Boden zu picken. Entsprechend lange hat es gedauert, bis er endlich mit dem Vollernter befahrbaren Boden freigelegt hat. Am Wochenende war es dann so weit. Kurz beim Bauern abgeklopft, ob er ein Problem damit hat, wenn wir für ihn den Acker pflügen – hat er nicht. Sauber, kann also losgehen.

Der BMW-Motor musste jetzt zum ersten mal zeigen, dass er nicht nur ne 3er-Karosse vorwärts schieben kann, sondern auch unseren Crosser aufm Acker bewegt bekommt. Hier einfach mal ein paar Bilder. Unkommentiert.

Und dass das alles keine keine gestellten Bilder sind, wo wir den Bock mal von Hand angeschoben und beim Ausrollen fotografiert haben, sieht man auf diesem Video:

Die Kamera kann die Lautstärke nicht so recht einfangen. Nur so viel: nach ein paar Minuten Fahren stand plötzlich ein Nachbar bei uns aufm Acker. Er meinte, er hätte was gehört, und wär dem mal nachgegangen. Und der wohnt fast zwei Kilometer entfernt…

Fazit: Bock funktioniert und macht krach. Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten zu tun, aber das meiste steht. Wird wohl langsam Zeit, ein neues Winterprojekt zu suchen…