Der Wahnsinn geht weiter

Hatte die Tage keinen Bock auf Schweißen. Ich hab dann mal die Kotflügel vorne abgebaut, um zu schauen, was sich da schönes hinter verbirgt. Der rechte Kotflügel fiel mir regelrecht entgegen, als ich den losschraubte. Der war wohl schon irgendwann mal gewechselt worden. Gott sei Dank war der Golf darunter nicht verottet. Sehr schön – das kenn ich auch anders.

 

 

Der Querträger vorne ist vergammelt, aber das wusste ich ja schon. Der linke Kotflügel war noch mit der original Mumpe von VW eingeklebt. Meine Herren, was für eine scheiß Arbeit, den Kram loszuschneiden und den Kotflügel herauszuoperieren. Aber auch an der der Seite sah das Blech darunter sehr gut aus. Gott sei Dank. Ein Lichtblick. Hinten hab ich noch die Nummerschildbeleuchtungen abgeschraubt. Scheiße. Blech darunter voll im Arsch. Da muss ich mir noch was einfallen lassen.

 

 

Im hinteren rechten Radhaus hatte ich noch eine kleine Durchrostung gesehen. Mal mit dem Finger reingedrückt, und was ist? Das Radhaus bricht mir großflächig weg. Klasse. Das Blech hat sich dort wohl schon vor längerer Zeit mal verabschiedet. Die Kontur wurde nur noch durch den Unterbodenschutz gehalten.

 

 

Der TÜV hat da nie rumgepröckelt – sah oberflächlich ja alles ziemlich gut aus. Um es auf deutsch zu sagen: DAS ist richtiger Mist. Da ist beschissen beizukommen, und anmodellieren geht nicht wegen mangelnder Substanz. Herrlich. Auch da werd ich mir was einfallen lassen müssen…

…to be continued.

Achsaufnahme

Die Achsaufnahmen hinten links und rechts liegen jetzt frei. Da bin ich als erstes mal mit schwerem Gerät ran. Sprich: Wind auf den Kompressor und den Pressluftmeißel angeschlossen. Nicht, dass ich damit stemmen will, aber zum abklopfen des oberflächlichen Rostes ist der Ideal. Der rattert so schnell, da dengel ich mir mit dem Hammer die Finger wund, wenn ich da mithalten wollte. Danach mit Flex mit Drahtbürste den gröbsten Rost entfernt.

Um an alle Stellen rankommen zu können, musste ich Teile vom Schweller rausschneiden. Eigentlich wollte ich keine kompletten Reparaturschweller einsetzen, da die eigentlich noch ganz gut aussahen. Aber jetzt kommen auch die neu. Was solls.

Nachdem ich die störenden Bleche weggeschnitten hatte konnte ich nochmal mit Flex und Drahtbürste da drauf. Dieses mal gründlicher. Den kompletten Rost entfernen. Anschließend habe ich die freigelegten Stellen ordentlich dick mit Rostschutzfarbe eingestrichen. Ich weiß, ich muss da später noch schweißen. Aber mir ist lieber, ich lege die nötigen Schweißstellen noch ein mal frei, als dass ich da das neue Blech einfach über die alten Roststellen drüberschweiße. Damit baue ich dann nur unnötig neue Rostnester an der alten Kiste. Lieber einen Arbeitsschritt zu viel, als nachher ärgern. So habe ich zumindest einen großteil der Zwischenräume mit Farbe bestrichen. Den Rest muss später eine ordentliche Hohlraumversiegelung richten.

 

 

Feierabend. Ich mach weiter, wenn die Farbe trocken ist.

Zwei weitere Bilder gibts unter „Full Story“.

Dann mal ran an den Rost

 

An irgend einer Ecke muss ich ja anfangen. Also hinten links. Die Ecke sah mir am beschissendsten aus. Achsaufnahme und Schwellerende völlig weggegammelt. Um da aber ordentlich dem Rost beizukommen, musste die Hinterachse weichen. Da die Achse aber der einzig stabile Punkt am Heck ist und dort die Arme der Hebebühne angesetzt sind, musste ich mir was einfallen lassen.

 

Ich hab zwei Stockwinden genommen und Schuh hat mir geholfen, eine Verlängerung dafür zu bauen. Zwei Stücke Bohrturmrohr abgeschnitten, Platten angeschweißt, unten gebohrt und oben verstiftet. Unten mit den Bohrungen an die Stockwinde geschraubt und oben die Stifte in die Löcher der Längsholme gesteckt zur Führung. Nicht, dass mir der Golf da runterhüpft. Die Löcher im Holm müssen da so sein, die sind nicht da reingegammelt. 😉

Astrein. Steht wie ne eins. Also Achse runter und Tank wech. Dazu mussten die Bremsleitungen getrennt werden. Und wer hätte das gedacht – sie ließen sich nicht lösen. Auch nicht, nachdem ich da mit dem Bunsenbrenner drauf war. Egal, Bremsleitungen müssen eh neu. Also mit der Flex durchtrennt. Geht auch deutlich schneller. Achse und Tank sind ab – Feierabend für heute.

Ein paar Bilder gibts wie immer unter „Full Story“.

Saisonende und Projektwechsel

Der Frühling ist da. Leider bedeutet das für uns, dass wir den Acker, auf dem wir den Winter über ballern durften, wieder hergeben müssen. Schade. Eigentlich war für das Wochenende ein Rennen geplant gegen ein paar Freaks ausm Emsland. Die hatten sich ein Quad gebaut und wollten gegen uns antreten. Leider kam es nicht dazu – die Jungs haben gekniffen. Schon wieder schade.

So haben wir noch ein oder zwei Runden für uns selbst gedreht und das Kart erstmal in die Ecke gestellt. Wir haben Pause bis zum Sommer. Sobald das Getreide weg ist können wir wieder fahren.

Bis dahin werden wir uns anderen Projekten widmen. Schuh hat seine fahrende Bierkiste, und ich nehm mir den alten Golf 1 meiner Frau vor. Das war ihr erstes Auto, und wir hatten den damals nicht auf den Schrott getan, als er den TÜV nicht mehr schaffte. Der hat jetzt etwa 10 – 12 Jahre trocken bei mir in der Scheune gestanden, und soll jetzt ein H-Kennzeichen bekommen.

 

 

Also hab ich den Golf zum Leben erweckt. Zwei Liter Sprit drauf, Batterie rein und kurz georgelt. Und was soll ich sagen, der Bock sprang tatsächlich an. So kenn ich sie, die gute, alte, unverwüstliche VW-Technik. Heute gibts so etwas nicht mehr, aber das ist eine andere Geschichte.

Ab nach draußen damit und erstmal ordentlich abgekärchert. Auf die Hebebühne und Bestandsaufnahme machen. Innenausstattung war gut. Aber erst mal raus mit dem ganzen Kram und sicher verstaut. Nicht, dass die Mäuse da noch bei gehen. Jetzt war der Golf nackig und ich konnte eine erste Bestandsaufnahme machen.

 

 

Sieht übel aus, der Alte. Achsaufnahmen, Schweller, Kotflügel, Heckblech, Frontschürze, alles völlig verrottet. Da hab ich mir ein hübsches Stück Arbeit aufgehalst. Egal. Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Werde die Tage mal nen Schwung Bleche bestellen und an irgend einer Ecke anfangen. Mal schauen, wie lange es dauert, bis ich rum bin.

Mehr Bilder von der Basis gibts unter „Full Story“.