Suche nach dem Öl und die ersten Druckvollen Meter Turbokart fahren.

Wir wollten ja nun mal fertig werden, es kribbelte in den Fingern und wir wollten endlich fahren. Also frisch ran an´s Werk, mit drei Leuten und ner Menge Zeit zwischen den Feiertagen. So kann man am besten schaffen, haben wir ja letztes Jahr schon gemerkt, da hat das Kart die ersten Meter überhaupt gemacht. Viel war ja nicht mehr zu tun, aber das was zu tun war gestalltete sich zu weilen schwierig. So muß der Turbo ja per Ölleitung vom Motor geschmiert werden. Die Zubringung ansich war weniger ein Thema, wir haben einfach das  Öl am Öldruckschalter über ein Zwischenstück abgezweigt und hatten somit ein Zulaufleitung. Doch wohin mit dem Öl wenn´s durch den Turbo durch ist. Am besten zurück in die Ölwanne. Die wollten wir auch abgeschraubt haben und mittels einer Bohrung einen Anschlussnippel anbringen. Leider verdeckt unsere Adapterplatte aber die Schrauben der Ölwanne, Satz mit X, war wohl nix. Naja, wir wären ja nicht soweit gekommen wenn wir nicht ab und an ganz einfache Wege bestreiten. Also Fix den Motorblock angebohrt, Gewinde geschnitten und den Nippel halt da angebracht. Vorteil der ganzen Sache war, das wir mehr Material hatten und der Nippel besser hält, zudem liegt er nicht zu tief um eventuell nicht doch mal abzureissen beim Karteinbuddeln.

Weiter gings auch mit der Saugleitung am Turbo, die fehlte ja noch und sollte wie die Druckleitung auch aus einem Kunststoffrohr entstehen, leider passte das Rohr was wir dafür hatten aber vom Durchmesser nicht, also passend machen. Ideen waren genug da, Rohr aufweiten, klappte nur bedingt, ein anderes Rohr was noch rumlag war zu steif und lies sich nicht biegen. Was gut das der Hof aber mit so vielen Überraschungen voll liegt, man findet immer was passendes. So auch in unserem Fall. Ein einfaches Stück Feuerwehrschlauch brachte uns die Erleuchtung und diente als flexible Verbindung zwischen Vergaserstutzen, Rohr und Turboansaugöffung. So konnten wir kleine Passfehler einfach überbrücken.

Ein von Frank besorgtes Sportlenkrad sollte auch seinen Platz finden, leider ist die Nabe aber für Opels und nicht Käfer ausgelegt. Was tun? Nun ja, auf´m Hof stand zu der Zeit noch ein FledderCorsa der zur Teilegewinnung da abgestellt war. Gucken ob´s passt, Lenkrad runter. Da hatten wir doch die uns fehlende Nabe. Flex an Start, raus das Ding und stumpf auf unsere Käfernabe gebraten. Lenkrad sitzt, passt und läßt sich angenehmer drehen als das Alte.

Es kam die Stunde auf die wir alle gewartet hatten, es war alles angebaut, verbunden und versorgt was für den Turbo wichtig ist. Wir konnten STARTEN. Zur Sicherheit wollten wir aber noch schauen ob auch Öl am Turbo an kommt damit dieser nicht kaputt läuft. Es kam natürlich nichts, Murphys Law, oder wie sagt man!? Dann halt Motor ohne Turbo ans laufen bringen und weiter schauen, Wastegate per hand geöffnet, so konnten wir Sicher stellen das der Turbo steht beim starten. Ein kurzer Griff zum Gashahn, der Motor ging auf Drehzahl und da war unser Öl, überall. Auf der Suche danach hatten wir alle Anschlüsse noch mal los geschraubt. Fix alles wieder zusammen und wir konnten mit Turbo starten. JA. Überzeugt euch selbst in diesem Video. Er LÄUFT.

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Alles Bilder zum Text unter Full Story, weitere Videos über den Youtube-Kanal aus der Linkleiste 😉

Hier noch das Video zum Turborollout und eine Bemerkung meinerseits. „Was geht der Bock geil voran, Leistung ohne Ende und dieses Turbopfeifen, der Aufwand hat auf jeden Fall gelohnt.“

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Turbo. Wie alles begann.

Männer bleiben immer Kinder, nur die Spielzeuge werden größer. Und was soll ich sagen? Ist wohl so, seien wir doch ehrlich. Frank und ich waren ne Runde joggen und sind so im Gesräch über ein Video welches wir bei You Tube mal gesehen haben. Das Video möcht ich euch nicht vorenthalten. Es ging um dieses Spektakel hier.

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Davon angestachelt haben wir hin und her diskutiert und sind zu dem Entschluss gekommen das wir´s mal mit nem Turbolader am Kart probieren wollen, in Frank seinem Kopf war dafür eh schon alles fertig meinte er und so konnte es los gehen. Wir wollten uns Zeit lassen haben wir gesagt, mal bei ebay stöbern und bei Gelegenheit einen gebrauchten Turbolader ersteigern. Es kam was kommen mußte, wir beiden Spezialisten haben auf den gleichen Turbo geboten, der auch nur einen Tag nach unserem Gespräch aus lief. Das´ mal Timing möcht ich meinen. Wie die Jungfrau zum Kinde, so kamen wir quasi über Nacht zu einem Turbolader. Der Turbo stammte aus einem 99er Ford Escort TD, Laufleistung unbekannt, Funtion gegeben, 3 2 1 meins… Und so sah es ein paar Tage später aus als der Postbote klingelte. Ein Garrett 452014-6

Garrett 452014-6

Mit dem Turbo im Gepäck konnt´s also in die Werkstatt gehen und wir haben losgelegt. Eine Position suchen wo der Turbo sitzen kann und wir die ganzen Rohre, Schläuche und sonstige Anbindungen gut unter bringen können. Wir haben uns dafür entschieden kurz unterm Abgaskrümmer das ganze Spektakel zu verbauen. So konnten wir kurze und einfach Wege für Abgas und Gemisch festhalten. Beim Öffnen des Luftfilters ist uns nicht entgangen das dieser volle Arbeit auf dem Acker geleistet hat. Kommt ganz schön was zusammen in einer Saison Kart fahren. Der Flansch für die Anbindung an den Motor war schnell gemacht, flexen und schweissen ist uns wahrlich nicht mehr fremd. So hatten wir schon gut was geschafft und das Projekt Turboumbau hat gut begonnen. Alles Bilder wie gehabt unter Full Story, viel Spaß…

Vorbereitung für´s Sommerfahren. Der Exorzist.

Die Überlegungen waren für uns ja klar definiert, um im Sommer nicht den Stoppelacker anzuzünden brauchen wir doch mal´n gescheiten Auspuff. Ich hatte mal in einem Motorradversandkatalog ne richtig nette Piepe dafür gesehen, Exorzist hieß das gute Stück. Den hab ich vorgeschlagen und wir wollten eine Kaufen, sollte nicht die Welt kosten, sah geil aus, bestellen hieß es. Was mussten meine verzückten Augen aber sehen als es los gehen sollte, gibt´s nicht mehr, komplett aus dem Programm genommen das gute Stück, auch nirgends anders zu finden, nicht mal in der Bucht gebraucht oder so. Nun ja, was es nicht zu kaufen gibt, wird eben selbst gebaut, kurz den Schrottkontainer geplündert und siehe da. Wir bauen den EXORZISTEN selbst. Kommt eh geiler, was würd das doch aussehen wenn da plötzlich so´n vollverchromter Auspuff glänzt. Ein Stück Rohr mit ca. 200mm Durchmesser, ein Boden und Deckelblech mit den dazughörigen Bohrungen, drei kleine Endstücke und gut ist. Die Teile waren schnell zusammengrbraten und konnten ne Schönheitskur mit der Flex bekommen. Nach und nach haben wir dann aus alten Auspuffrohren einen Bogen zusammengeschweisst um unseren Exorzisten auch schön hinten überm Motor spazieren fahren zu können. Seht selbst und staunt, ist doch ne Richtig schicke Piepe geworden. Anhören tut er sich auch geil. (Würd die Lautsprecher nur minimal aufdrehen, da kommt der Sound dem Original schon sehr nah, sonst verzehrts doch zu sehr und täuscht.)

[video:youtube:vLhBUAZLJmg] [video:youtube:F9ECfb7Vlxc]

 

Zuerst mußte das Kart allerdings ne Dusche über sich ergehen lassen, der Dreck vom letzten Matschfahren hat so richtig schön fest gesessen und wenigstens die Teile an denen wir arbeiten sollten so gut es ging sauber sein. Honk hat sich nicht lang bitten lassen und mit dem Hochdruckreiniger Gas gegeben. Alle Bilder wie gehabt unter Full Story, have Fun…

Endlich fahren, Scheiss auf Schnee… Rollen soll der Bock.

Wie Frank schon erwähnte fehlten hier und da noch ein paar Kleinigkeiten, aber das hat uns nicht davon abgehalten zu fahren. Das Kart funktionierte ja schon sehr zufriedenstellend und wir haben nicht auf´s Wetter geschaut, ist immer so ne Sache mit dem warten, vor allem wenn man ein paar Monate darauf hin gebaut hat und endlich fahren kann. Also dicke Sachen an den Start, das Kart betankt und raus auf den verschneiten Acker. Wir haben´s so gut es ging schon mal fliegen lassen. Problem war das uns der Gaszug immer wieder wegrutschte und wir nicht immer Vollgas geben konnten, was der Stimmung und dem Hochgefühl über das erschaffene aber keinen Abbruch tun konnte. Da wir ja auch komplett ohne Kotflügel oder Verkleidung fahren haben wir uns selbst schön eingesaut beim Kurvenfahren. Der Schnee lag zuhauf auf der Bodenplatte und uns selbst. Die Fahrspuren auf den letzten Bildern zeigen deutlich wie viel wir gefahren sind, und wer das Gefühl aber kennt so´n Bock zu reiten, der weiss das das alle nebensache ist in so einem Moment, wir waren nur Happy das wir fahren konnten. Das Kart hat die ganze Zeit fein durch gehalten, nicht wie das alte wo nach ner halben Stunde fahren auch ne halbe Stunde schweissen oder basteln angesagt war. Die Lust auf mehr war also geweckt, der nächste Fahrtermin sollte dementsprechend nicht allzu lang auf sich warten lassen. 😉

 

Im Video auch zu sehen und hören wie der Motor seine Standfestigkeit direkt unter Beweiß stellen muß, Drehzahl schön oben halten, ist ja kein Kindergeburtstag das ganze. Mehr Videos vom Fahren an diesem Tag sind bei YouTube hinterlegt, einfach mal durchklicken. 😉

 

[video:youtube:nhcNGNCJu-M]

Lange Rede, kurzer Sinn…

 

Hallo Leute, es freut uns euch hier begrüßen zu können. Wir haben uns zu diesem Blog entschlossen um euch Interessierten auf dem Laufenden zu halten was unser Projekt „Kart“ und eventuell andere Schraubereien betrifft. Hier wird demnächst chronologisch der Auf.- und Umbau des Kart´s beschrieben, wir wollen euch so gut es geht mit Neuigkeiten versorgen. Wir, das sind in diesem Falle Frank „McBain“ Hinken und Andreas „$chuH“ Kurucz. Jenachdem ob weitere Personen diesen Blog mitbeschreiben möchten werden diese natürlich umgehend mit genannt. Unser Kart baut ja schließlich auch auf einer Idee auf die wir in geselliger Runde beim Bier mit dem Stammtisch entworfen und umgesetzt haben.

 

Freut euch also auf spannende, manchmal auch unglaubliche Geschichten aus unserem Werkstattleben.

Greetz $chuH