Spachteln…

Irgendwann muss ich damit ja mal anfangen – nützt ja nix. Also hab ich mir nen Kilo-Pott Glasfaserspachtel und ne Tüte voll Japanspachtel gekauft. Die erste Mischung fertig gemacht und drauf damit aufs Auto. Jetzt zeigt sich, warum das Arbeiten mit einer Absetzzange so wichtig ist: ich habe kaum Spachtelmasse für den ersten Durchgang gebraucht. Die Blechlagen haben praktisch die gleiche Höhe und ich muss nur die unebenheiten vollspachteln. Find ich gut – muss ich weniger schleifen.

Allzu viele Fotos gibts nicht – schließlich ist Spachteln und vor allem das Schleifen ne Riesensauerei – und ich will die Kamera nicht kaputter machen, als sie eh schon ist.

 

 

Nächste Lage Spachtel drauf und durchhärten lassen.

…to be continued.

Einmal Filet vom BMW, bitte.

Da der BMW meines Schwagers ja schon bei uns aufm Hof stand, wollten wir keine Zeit vergeuden. Und da Turnschuh eh schon die ganze Woche mit den Hufen gescharrt hat, haben wir uns heute dran gemacht den BMW zu filetieren. Also ab damit auf die Hebebühne. Doch das ist bei der Schleuder mit einiger Arbeit verbunden.

Tiefer als das BMW liegt nur die Titanic, das ist mal sicher. Aus deutsch: Die Arme der Hebebühne passen nicht drunter. Also mussten wir vier passende Kanthölzer suchen, die BMW auf der Bühne auf die Hölzer fahren, und dann mit einem Hebel das Auto zusätzlich aus den Federn hebeln, damit die Arme drunter passen. Scheiss Prollkarre.

Dann hoch die Tassen und angefangen. Runter mit der Haube und erst mal oben rum das Herz freilegen. Zu dem eh schon verbauten Motor kommt natürlich noch, dass die Karre ne Gasanlage hat. Selbst der letzte verbliebene Freiraum ist hier zugebastelt.

 

 

Apropos Basteln – das folgende Foto fällt in die Kategorie: Wenn Maurer ne Stereoanlage einbauen…

 

 

Kabel für den Innenraum werden nicht fachgerecht durch eine Gummitülle oder gar durch die vorhandenen Kabelschleuse geführt. Ist ja auch Quatsch. Nein, da wird einfach ein Loch genommen, Kabel durchgeworfen und dann mit ordentliche PU-Schaum zugeschmoddert. *Kopfschüttel* Und dann wundern sich Leute, warum denen die Karren abfackeln.

Als wir obenrum fertig waren haben wir den BMW hochgefahren und von unten bearbeitet. Kardanwelle, Kraftstoffleitungen, Schaltung – alles muss getrennt werden. Bei der Schaltung konnte man wieder schön erkennen, dass auch BMW ihre Autos am Reißbrett entwirft – ohne einen Blick für spätere Reparaturen zu haben. Der Bolzen, mit dem das Schaltgestänge am Getriebe befestigt ist, wird durch eine Rastnase gesichert. Die Rastnase befindet sich oben auf dem Getriebe, in einer Vertiefung, die nur zugänglich ist, wenn der Getriebe ausgebaut ist. Ausbauen geht aber nicht, man bekommt den Bolzen nicht raus….

 

 

Also mit nem Schraubenzieher so lange pröckeln, bis der Bolzen raus ist. Ist eine Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat.

 

 

Der Rest verlief relativ unspektakulär. Als alles freigelegt war hab ich den Traktor geholt und mit dem Frontlader das Filetstück aus dem BMW herausgehoben.

Et voila – einmal Filet vom BMW auf Palette an fröhlichem Mix aus Kühlwasser und Lenköl.

 

 

Mehr Bilder wie immer unter „Full Story“.

Power, wir brauchen mehr Power!

Da wir ja beim Duell gegen das Quad nicht ganz so glorreich waren haben wir uns überlegt wie noch mehr Leistung aus unserem Motor zu holen ist. Ein Ansatz der uns Doktoren der Motorrevision im Kopf schwirrte war ne andere Nockenwelle. Also einfach längere Ventilöffnungszeiten und somit mehr Füllung, wovon wir uns noch mehr Leistung versprechen. Tunignockenwellen gibt´s ja zuhauf, aber allesamt für ordentliches Geld. Soviel soll unser Hobby aber nicht kosten und wir haben wie immer ein bißchen gelesen, uns schlau gefragt und sind zum Entschluß gekommen einfach mal ne Dieselnockenwelle rein zu schrauben. So eine hatte Frank noch rum liegen, sah nicht ganz so schön aus, aber Sie hat sich´s auch nur unter einer kleinen Oxidschicht gemütlich gemacht.

 

Also mal fix ne Drahtbürste an den Start, die Welle blank gemacht und eingebaut, das letzte Bild zeigt deutlich was Deutsche Ingenieure drauf haben, an dieser Stelle also einen schönen Gruß nach Italien zu den Komikern von Alfa. Nix mit Nockenwellenböcken zum fest setzen und danach läuft es trotzdem noch nicht. Einfach ne Kerbe drin wo ein guter Maulschlüssel rein passt, Welle blockieren, Zahnrad und Riemen drauf und schon ist fertig. 😉

Wenn´s jetzt noch passen würde wäre es ne einfach und schnelle Maßnahme. Die betonung liegt auf wen. Leider sind die Nocken der Dieselwelle so dick ausgebildet das sich die Ventile vom Benziner nicht mehr schliessen. Ergo haben wir so lange Öffnungszeiten das wir nur noch Füllung haben aber keine Verdichtung, Zündung und Abgasentsorgung und somit keinen Motorlauf. 🙁 Wäre aber auch zu einfach gewesen.

Was jetzt kommt spielt uns Gevatter Zufall wieder in die Karten. Frank sein Schwager hat gerade einen BMW 318is Coupe zur Dispsition und wir können den Motor haben. Also nen M42B18 Motor. 1.8er 16V mit geschmeidigen 140 PS. Der Wagen steht auch schon auf Frank´s Hof und ein Video beim abladen ist ebenfalls entstanden. 😉

Das dem Motor einige Sportgene beiliegen entnehmen wir diesen Fotos, wir schauen mal was sich daraus machen läßt.

Vorm Spachteln drücken

Machen wir keinen Hehl draus – ich hasse Spachteln. Und Schleifen hasse ich noch viel mehr. Also hab ich mir ne andere Baustelle vorgenommen. Die Bremsleitungen. Die alten waren Murks und sind rausgeflogen. Ich hatte sie noch nicht weggeworfen, weil ich sie als Schablone für die neuen nehmen wollte. Bremsleitungen hatte ich mir als Meterware auf Rolle besorgt. Außerdem ne Tüte voll Verschraubungen.

Das Bremsleitungsbördelgerät hatte so seine Tücken – obwohl es eins von Hazet ist. Die erste Bördelung ging in die Hose, die zweite sah gut aus, aber ich hatte die Überwurfmutter vergessen. Hmpf. Irgendwann hatte ich den Dreh raus und das Bördeln ging gut von der Hand.

Die Leitungen dann den alten enstprechend gebogen und unters Auto gebaut.

Sieht für den Anfang schon ganz gut aus. Zu mehr hab ich kein Bock. Feierabend.

Keine Tür zu kriegen…

Ich hab ne Weile bei eBay geschaut und versucht, ne Golf 1 Tür zu bekommen. Günstig geht da nix mehr – ab 100 Euro aufwärts und dann an nur an selbstabholer. Und meistens steht ein verlockendes Angebot dann in Furzmoos im Allgäu oder sonstwo am Arsch der Welt – also ohne Weltreise nix zu machen.

Und die Qualität der Türen bewegt sich dann auch im Grenzbereich – sind halt auch meist 30 Jahre alt, die Dinger.

Also hab ich meine Tür entrostet und geschweißt. Zum einen auf der Oberseite, wo der Trennsteg des Dreiecksfensters in die Tür läuft und verschraubt wird. Dort sind die beiden Türbleche, also Innenblech und Außenblech mit einem Steg verbunden. Dieser Steg war gebroch und daraus reultierend auch das Innenblatt.

 

 

Sauber verschweißt und fertig.

Der untere Bereich war etwas komplizierter. Aber ich kam gut mit Flex und Drahtbürste ran und hab den Rost ordentlich rausgeschliffen. Dann hab ich ein Blech abgewinkelt und eingschweißt.

 

 

Sieht schon ganz gut aus. Noch eben an den schlecht zugänglichen Stellen fertig geschweißt und ordentlich Rostschutzfarbe drauf.

Fertig.