Zwei-Fronten-Krieg

Zuerst war mal die rechte Achsaufnahme dran. Sah ja scheußlich aus, das Teil. Um auch an die innenliegenden Roststellen ran zu kommen, habe ich den Schweller aufgeschnitten. Da der eh längs der Wagenheberkante durchgerostet war machte ich Nägel mit Köpfen und trennte alles raus, was nach Rost aussah. Im vorderen Bereich des Schwellers war der Arm der Hebebühne im Weg. Ich hab mir fix vom Nachbarn einen Bock geschnorrt und den Golf mit seinem Vorderwagen darauf abgestellt. Ist stabiler, als es aussieht. Aber ich kam jetzt überall ran. Der Rost ist jetzt zwar weg, schöner aussehen tuts aber trotzdem noch nicht.

 

 

Auch im Schweller ein Bild des Grauens. Ich konnte vom Schweller aus durch den kompletten Holm (und somit auch durch die Achsaufnahme) durchschauen. Großes Kino. Also entrostet und das erste Blech eingeschweißt.

 

 

Danach habe ich ein 3mm starkes, 90° abgewinkeltes Blech, das ich aus der Firma mitgebracht habe, von innen in die Aufnahme geschweißt. Das Außenblech habe ich dann entsprechend gelocht und nach dem Aufschweißen durch die Löcher mit dem Winkel Punktverschweißt. Irgendwie muss da ja wieder stabilität rein. Vermutlich ist es jetzt wieder stabiler als im original – so wie auf der anderen Seite.

 

 

Danach war der Schweller links dran. Auch da habe ich großflächig rausgeschnitten. Den neuen Schweller habe ich entsprechend zugeschnitten, abgesetzt und eingeschweißt. Abgeschliffen und dann Farbe an den Start. Ich hab den Pinsel ordentlich in die Farbe gehalten und alle Stellen so richtig damit zugejaucht. So sehr, dass sie Farbe, die ich innen an die Nähte gestrichen habe, außen wieder rauskam. So soll es sein – die Farbe ist jetzt schööön in die ganzen Zwischenräume gezogen. Das rostet so schnell nicht wieder.

 

 

 

 

Leider war die Farbe viel zu früh alle. Ich konnte nicht alles mehr lackieren, aber das Meiste hab ich. Feierabend für Heute. Bilder von der Tropfsteinhöhle gibts wie immer unter „Full Story“.

Rechtsschwenk, Marsch!

Leider war ich in den letzten Tagen etwas kniepig, was das Fotos machen anbelangt. Aber ich war durchaus fleißig. Die Achsaufnahme links ist wieder anmodelliert. Die verrosteten Stellen hatte ich ja schon herausgetrennt und mit Rostschutz beabeitet. Aufgeschweißt habe ich das alles mit 2mm dickem Stahlblech. DAS rostet so schnell nicht wieder durch. Außerdem gibt es mir die nötige Stabilität. Kann ja nicht schaden, wenn es etwas stabiler ist als im Original.

 

 

Dann habe ich mich der rechten Seite gewidmet. Same procedure as last time. Reparaturradlauf drangehalten, angezeichnet, ausgesägt. Schweller unten ausgesägt und die Achsaufnahme entrostet.

 

 

Großes Kino – ich konnte durch die komplette Aufnahme durchgucken. Nachdem ich den Rostherd herausgeschnitten hatte konnte ich sehen, dass die Verstärkung der Achsaufnahme auch weggegammelt ist. Meine Herren – ich frage mich, wieso die Achse überhaupt noch gehalten hat. Vermutlich nur noch aus Gewohnheit.

 

 

Das traurige Bild setzt sich übrigens hinten am Heckblech fort. Dort hat der Gammel sich auch ein schönes Nest gebaut und es sich gut gehen lassen. Was hab ich mir da nur eingebrockt?

 

 

…to be continued.

Radlauf links

Wieder gehts dem rostigen Satan ans Leder. Der linke Radlauf war mehr als verrottet. Der wurde im Prinzip nur noch durch die Spachtelmasse einer alten, unfachmännischen Reparatur zusammengehalten. Ich hab den neuen Radlauf drangehalten, und dann mit einem Edding die Kontur angezeichnet. Anschließend einen Rand von etwa 2cm stehen lassen und dann die Flex kreisen lassen.

 

 

Von einem Arbeitskollegen habe ich eine pneumatische Absetzzange geliehen bekommen. Mit dieser Zange kann man 1mm-Bleche um einen Millimeter absetzen. Das Ergebnis sind nachher sich überlappende Bleche, die ordentlich verschweißt werden können. Die Oberflächen der beiden Bleche sind dann auf einer Ebene und müssen nicht großartig angespachtelt werden.

 

 

Jetzt zur Glaubensfrage: Verzinnen oder Spachteln? Ich habe mich in das Thema eingelesen, und bin zu dem Ergebnis gekommen, nur zu spachteln. Moderne Spachtel stehen dem Zinn kaum in etwas nach, und ordentlich verzinnen ist ne Kunst für sich. Da ich den Wagen anschließend nicht wieder verkaufen werden, sondern selber fahre, kann ich damit leben, hier und da eine erhöhte Lackstärke, bzw. erhöhte Deckschicht zu haben. Klar, Spachtelmasse ist auch nicht ganz einfach handzuhaben. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Spachtelmasse Wasser zieht wie ein Schwamm. Da muss ich gewissenhafte Vorarbeit leisten. Aber dennoch überwiegen für meinen speziellen Fall die Vorteile des Spachtelns.

Den neuen Radlauf habe ich mit der Absetzzange bearbeitet und anschließend alle bearbeiteten Flächen von irgendwelchen Graten befreit. Dann schön reingehalten und mit zwei Schweißpunkten fixiert. Noch einmal alles kontrolliert, für gut befunden, und dann das Ding ordentlich verschweißt.

 

 

Schnell noch die kleinen Löcher im Radhaus zugeschweißt und dann alles ordentlich mit Rostschutzfarbe ertränkt. Erst innen, und dann das, was durch die Fugen nach außen durchgelaufen ist, außen verteilt. 1a. Die Rostvorsorge ist jetzt schon besser als damals, als der Golf das Werk verlassen hat.

 

 

Mehr Bilder wie immer unter „Full Story“.

Der Wahnsinn geht weiter

Hatte die Tage keinen Bock auf Schweißen. Ich hab dann mal die Kotflügel vorne abgebaut, um zu schauen, was sich da schönes hinter verbirgt. Der rechte Kotflügel fiel mir regelrecht entgegen, als ich den losschraubte. Der war wohl schon irgendwann mal gewechselt worden. Gott sei Dank war der Golf darunter nicht verottet. Sehr schön – das kenn ich auch anders.

 

 

Der Querträger vorne ist vergammelt, aber das wusste ich ja schon. Der linke Kotflügel war noch mit der original Mumpe von VW eingeklebt. Meine Herren, was für eine scheiß Arbeit, den Kram loszuschneiden und den Kotflügel herauszuoperieren. Aber auch an der der Seite sah das Blech darunter sehr gut aus. Gott sei Dank. Ein Lichtblick. Hinten hab ich noch die Nummerschildbeleuchtungen abgeschraubt. Scheiße. Blech darunter voll im Arsch. Da muss ich mir noch was einfallen lassen.

 

 

Im hinteren rechten Radhaus hatte ich noch eine kleine Durchrostung gesehen. Mal mit dem Finger reingedrückt, und was ist? Das Radhaus bricht mir großflächig weg. Klasse. Das Blech hat sich dort wohl schon vor längerer Zeit mal verabschiedet. Die Kontur wurde nur noch durch den Unterbodenschutz gehalten.

 

 

Der TÜV hat da nie rumgepröckelt – sah oberflächlich ja alles ziemlich gut aus. Um es auf deutsch zu sagen: DAS ist richtiger Mist. Da ist beschissen beizukommen, und anmodellieren geht nicht wegen mangelnder Substanz. Herrlich. Auch da werd ich mir was einfallen lassen müssen…

…to be continued.

Achsaufnahme

Die Achsaufnahmen hinten links und rechts liegen jetzt frei. Da bin ich als erstes mal mit schwerem Gerät ran. Sprich: Wind auf den Kompressor und den Pressluftmeißel angeschlossen. Nicht, dass ich damit stemmen will, aber zum abklopfen des oberflächlichen Rostes ist der Ideal. Der rattert so schnell, da dengel ich mir mit dem Hammer die Finger wund, wenn ich da mithalten wollte. Danach mit Flex mit Drahtbürste den gröbsten Rost entfernt.

Um an alle Stellen rankommen zu können, musste ich Teile vom Schweller rausschneiden. Eigentlich wollte ich keine kompletten Reparaturschweller einsetzen, da die eigentlich noch ganz gut aussahen. Aber jetzt kommen auch die neu. Was solls.

Nachdem ich die störenden Bleche weggeschnitten hatte konnte ich nochmal mit Flex und Drahtbürste da drauf. Dieses mal gründlicher. Den kompletten Rost entfernen. Anschließend habe ich die freigelegten Stellen ordentlich dick mit Rostschutzfarbe eingestrichen. Ich weiß, ich muss da später noch schweißen. Aber mir ist lieber, ich lege die nötigen Schweißstellen noch ein mal frei, als dass ich da das neue Blech einfach über die alten Roststellen drüberschweiße. Damit baue ich dann nur unnötig neue Rostnester an der alten Kiste. Lieber einen Arbeitsschritt zu viel, als nachher ärgern. So habe ich zumindest einen großteil der Zwischenräume mit Farbe bestrichen. Den Rest muss später eine ordentliche Hohlraumversiegelung richten.

 

 

Feierabend. Ich mach weiter, wenn die Farbe trocken ist.

Zwei weitere Bilder gibts unter „Full Story“.